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Schiffsunglück in der Ägäis: Wieder ertrinken Schutzsuchende vor den Toren Europas

Wieder ist die Ägäis für Schutzsuchende Menschen zum Grab geworden. Am Samstag ertranken vor der türkischen Küste nach Medienangaben mindestens 37

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Schiffsunglück in der Ägäis: Wieder ertrinken Schutzsuchende vor den Toren Europas

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Wieder ist die Ägäis für Schutzsuchende Menschen zum Grab geworden.

Meinung

Ich habe nichts getan - ich wollte doch nur nach Deutschland.

Am Samstag ertranken vor der türkischen Küste nach Medienangaben mindestens 37 Flüchtlinge aus Syrien Afghanistan und Myanmar. Unter den Toten sollen sich fünf Kinder befunden haben.

Ein Mann wurde vor Ort wegen des Verdachts der Schlepperei festgenommen. Er bestreitet allerdings, das Boot gesteuert zu haben. In Handschellen vorgeführt, erklärte er den wartenden Reportern, er habe es nicht getan. Er habe selbst sechs Angehörige an Bord gehabt und wisse nicht einmal, ob sie noch am Leben seien. Und auf die Frage eines Reporters, ob er Reue empfinde, antwortet er: Er habe nichts getan – er wollte doch nur nach Deutschland.

Der Seeweg zwischen der Türkei und den griechischen Inseln ist die Hauptroute für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa, denn die griechische EU-Außengrenze ist nach wie vor nicht gesichert.

Die italienische Küstenwache, die in den Gewässern im Rahmen der EU-Grenzschutzagentur Frontex in der Nacht patroulliert hatte, konnte 31 Menschen bei den Inseln Samos und Kos vor dem Ertrinken retten.

Seit Jahresbeginn sind bereits über 52.000 Flüchtlinge über die Ägäis in die EU gekommen. Mindestens 240 von ihnen kamen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.