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Ergebnisse aus Iowa: Cruz schlägt Trump - Knappes Rennen bei Demokraten

Im US-Bundesstaat Iowa hat Ted Cruz bei den ersten Vorwahlen zum Präsidentschaftswahlkampf im Lager der Republikaner die meisten Stimmen geholt. Der

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Ergebnisse aus Iowa: Cruz schlägt Trump - Knappes Rennen bei Demokraten

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Im US-Bundesstaat Iowa hat Ted Cruz bei den ersten Vorwahlen zum Präsidentschaftswahlkampf im Lager der Republikaner die meisten Stimmen geholt. Der erzkonservative Senator aus Texas erreichte etwa drei Prozent Vorsprung vor Mitbewerber Donald Trump. Bei den Demokraten schaffte Hillary Clinton einen sehr kleinen Vorsprung vor Mitbewerber Bernie Sanders. Die Ex-Außenministerin sagte, sie sehr erleichtert. Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt sie wenige Prozentpunkte hinter dem Komma vor Sanders. Beide erreichten fast 50 Prozent. Der dritte demokratische Bewerber Martin O’Malley stieg aus.

Meinung

Was Iowa heute begonnen hat, ist eine politische Revolution.

Beim Ergebnis des Drittplatzierten der Republikaner gab es eine kleine Überraschung: Marco Rubio, Senator Floridas, schnitt mit 23 Prozent der Stimmen besser ab, als vorhergesagt wurde – und landete nur hauchdünn hinter Trump. Gewinner Cruz, der sich als Gegner des Establishments präsentiert, ließ sich von seinen Anhängern feiern: “Iowa hat gezeigt, dass der republikanische Kandidat und der nächste US-Präsident nicht von den Medien und vom Establishment in Washington bestimmt wird.”

Trump, der in den nationalen Umfragen führt, sagte, er sei geehrt, Zweiter zu sein. Beobachter werten das Ergebnis als herbe Niederlage für den Milliardär, der sich zum ersten Mal überhaupt in einer Wahl stellte.

Sanders zeigte in Iowa, dass er der Favoritin Clinton mit seiner dezidiert linken Anti-Establishment-Linie sehr gefährlich werden könnte. “Was Iowa heute begonnen hat, ist eine politische Revolution”, so Sanders vor Anhängerinnen und Anhängern. “Junge Menschen, Arbeiter und Rentner stehen auf und sagen laut und deutlich: Genug ist genug.”

Das knappe Rennen zwischen Sanders und Clinton wurden in mehreren Wahlkreisen per Münzwurf entschieden, wie die Zeitung Des Moines Register berichtet. Demnach gab es Unstimmigkeiten bei der Auszählung.

Die nächsten Vorwahlen finden in der kommenden Woche im Bundesstaat New Hampshire statt. Dort wird ein Sieg Sanders’ erwartet, er ist Senator des Nachbarstaats Vermont. Bei der übernächsten Vorwahl in South Carolina gilt Clinton als klare Favoritin. Trump führt bei den Republikanern die Umfragen für New Hampshire an.