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Griechischer Verteidigungsminister: EU-Länder wollen Griechenland in "Konzentrationslager" verwandeln


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Griechischer Verteidigungsminister: EU-Länder wollen Griechenland in "Konzentrationslager" verwandeln

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Im Konflikt mit der EU um den Umgang mit ankommenden Flüchtlingen will Griechenland handeln. Bis zum 15. Februar werden die fünf vereinbarten Aufnahmezentren in der Ägäis, unter anderem auf Lesbos, fertiggestellt sein, versicherte Verteidigungsminister Panos Kammenos in Athen. Auch die zwei zugesagten Verteilungszentren auf dem Festland seien dann betriebsbereit.

Die EU hatte mit einem faktischen Ausschluss aus dem Schengenraum gedroht. Der Ton zwischen Athen und Brüssel bleibt hart. Kammenos: “Einige europäische Länder wollen unser Land anscheinend in ein Konzentrationslager oder Lagerhaus für Menschen verwandeln. Wir werden es nicht zulassen, dass Griechenland zum Menschenlager wird. Griechenland musste mitten in der Wirtschaftskrise schon viele Opfer bringen. Die Menschen in Griechenland haben Mitgefühl gezeigt, sie haben geholfen.”

Die EU wirft Athen vor, die Kontrolle an den Grenzen zu vernachlässigen. Griechenland fordert von den anderen Mitgliedsstaaten mehr Personal für die Grenzschutzagentur Frontex.

Der Zustrom von Migranten nach Griechenland bleibt ungebrochen. Mindestens 8000 Menschen wurden in den vergangenen Tagen allein nach Piräus gebracht. Im vergangenen Monat erreichten mehr als 62.000 Flüchtlinge die griechische Küste, so die Internationale Organisation für Migration. In der vergangenen Nacht rettete die italienische Küstenwache eigenen Angaben zufolge elf Menschen. Die Lebensbedingungen derjenigen, die es nach Griechenland geschafft haben, sind katastrophal.

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