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Athen: 15.000 Landwirte protestieren gegen Renten- und Steuerreform

Rund 15.000 griechische Landwirte haben am Samstag in Folge in Athen gegen die geplante Renten- und Steuerreform protestiert. Anders als bei den

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Athen: 15.000 Landwirte protestieren gegen Renten- und Steuerreform

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Rund 15.000 griechische Landwirte haben am Samstag in Folge in Athen gegen die geplante Renten- und Steuerreform protestiert. Anders als bei den vorangegangenen Protesten am Freitag blieb die Lage am Samstag bislang friedlich. Unterdessen blockierten Landwirte im ganzen Land mit Traktoren weiterhin wichtige Straßen.

Für die Bauern ist unter anderem eine Anhebung der Pensionsbeiträge von 7 auf 20 Prozent geplant. Zudem soll ihre Einkommensteuer von 13 auf 26 Prozent erhöht werden. Freischaffende werden mit ähnlichen Maßnahmen zur Kasse gebeten.

Den Protesten schloss sich am Samstag auch die kommunistische Gewerkschaft PAME an. Für Samstagabend haben zudem die Verbände freischaffender Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Apotheker und Notare zur Teilnahme an Kundgebungen aufgerufen.

Die Protestierenden halten die geforderten Abgaben für viel zu hoch: “Wenn die Steuern 60 Prozent vom eigentlichen Einkommen ausmachen, ist ein Leben als Landwirt nicht mehr möglich”, so einer der Angereisten. “Wir können so unsere Felder nicht bestellen. Deshalb werden wir weiterkämpfen oder aufhören, zu produzieren. Uns bleibt nichts anderes übrig.” Ein anderer erklärte: “Es ist ein Kampf ums Überleben, damit wir uns mit 67 zur Ruhe setzen und unsere Kinder auf den Feldern ihren Lebensunterhalt verdienen können.”

euronews-Reporter Panos Kitsikopoulos: “Die Landwirte bereiten sich auf weitere Proteste vor, falls nicht auf ihre Forderungen eingegangen wird. Das Innenministerium wiederholte die Aufforderung der Regierung zu einem Dialog und ließ verlauten, man könne über alles reden. Doch die Landwirte fordern, dass der Entwurf der Rentenreform zurückgezogen und die Gespräche ganz neu aufgerollt werden.”