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Massenmörder Culicidae

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Massenmörder Culicidae

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Eine kleine Rätselfrage: Welches Tier ist das tödlichste der Welt? Eines vorneweg: Der Mensch zählt in diesem Fall nicht als Tier, sonst wäre die Sache zu einfach. Welches Tier also? Der Weiße Hai vielleicht? Oder ein Kampfhund? Ein Skorpion?

Um auf diese Frage zu antworten, unterscheiden wir zwei Kategorien: Menschen, die durch Krankheiten zu Tode kommen, die von einem Tier übertragen wurden, und Angriffe von Tieren, also auch Bisse, Stiche und dergleichen. Eindeutig am tödlichsten ist die Stechmücke, lateinisch Culicidae. Oft wird sie auch Moskito genannt, das klingt vielleicht weniger bedrohlich, läuft letztlich aber aufs Gleiche heraus. Vor allem die weiblichen Stechmücken sind gefährlich und ernähren sich mit Vorliebe von menschlichem und tierischem Blut. Das Männchen gibt sich meist mit pflanzlichen Säften zufrieden. Insbesondere in tropischen Breiten sind Stechmücken oft für die Verbreitung von Viren verantwortlich – für das Zika-Virus oder Malaria zum Beispiel.



Das Schwein war in den Jahren 2009 und 2010 auch ganz besonders tödlich: Nicht wegen des fetten Fleisches oder eines verdorbenen Koteletts, sondern vor allem durch die Schweinegrippe. Das Influenzavirus A (H1N1) ist ursprünglich zwar schweinisch, enthält aber auch Gene von Geflügel- und Menscheninfluenzaviren. Übertragen wird die Schweinegruppe aber nur von einem Menschen zum anderen. Die Klassifizierung als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation war der raschen Ausbreitung der Schweinegrippe geschuldet. Im August 2010 wurde diese Einstufung dann aufgehoben.

Auch Süßwasserschnecken, Würmer und Hunde sind bekannte Überträger von Krankheiten.


Bei den Todesfällen, die auf Angriffe von Tieren zurückzuführen sind, stehen Schlangen an der Spitze. Rund 100.000 Menschen sterben pro Jahr durch Bisse der Kriechtiere.


Skorpione sind auch nicht gerade ungefährlich. Normalerweiser kommen Skorpione, deren Stiche lebensbedrohlich sein können, in Mittel- und Zentraleuropa nicht vor, allerdings werden sie mitunter als Haustiere in Terrarien gehalten – der richtige Umgang mit den Tieren ist dabei nicht immer gegeben. Und hätten Sie gedacht, dass das Flusspferd auf dem dritten Platz landen würde? Kein Hai, kein Kampfhund, der Hippopotamus ist (statistisch) viel gefährlicher.