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Erneut Probleme mit belgischem Pannen-Reaktor Tihange

Ein Reaktor des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Tihange in der Nähe von Lüttich ist erneut abgeschaltet worden. Offiziell wurde er für

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Erneut Probleme mit belgischem Pannen-Reaktor Tihange

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Ein Reaktor des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Tihange in der Nähe von Lüttich ist erneut abgeschaltet worden. Offiziell wurde er für Kontrollen vom Netz genommen. Ein anderer Reaktorblock, Tihange 2, wurde im März 2014 abgeschaltet und ging erst im vergangenen Dezember wieder ans Netz. Die belgische Regierung sagte inzwischen Inspektionen zu, an denen sich auch deutsche Experten beteiligen sollen.

“Und aus den Erkenntnissen dieser wechselseitigen Inspektionsverfahren müssen dann natürlich auch die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Wenn beispielsweise sich herausstellt, dass es in der Tat ein Sicherheitsproblem gibt, dann dürfen solche Reaktoren nicht ans Netz, das ist unsere klare Position”, so der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch.

“Sichere Atomkraftwerke gibt es nicht”, meint der Energieexperte Eloi Glorieux von Greenpeace Belgien. “Schwere Störfälle kann es überall in der Welt geben, auch in Belgien, wo Reaktoren in Betrieb sind, die mehr als 40 Jahre alt sind! Die Regierung ließ vor wenigen Monaten Reaktoren mit Tausenden von Haarrissen im Behälter erneut ans Netz gehen. Das ist ein Szenario für ein Desaster!”

Tihange ist nur 70 Kilometer von Aachen entfernt. Die Städteregion Aachen will die Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 gerichtlich überprüfen lassen.