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G20-Finanzminister: Großbritannien wirbt für EU-Zukunft


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G20-Finanzminister: Großbritannien wirbt für EU-Zukunft

Eigentlich sollte es um Wege zu mehr Wachstum gehen, doch dann bestimmte ein mögliches Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union die Zusammenkunft der G20-Finanzminister in Schanghai. Der britische Finanzminister George Osborne versuchte einem Bericht der Financial Times zufolge, wichtige Industrienationen zu bewegen, sich gegen dieses Szenario zu positionieren.

“Wir sind immer für den europäischen Integrationsprozess und haben nichts dagegen, dass die EU international eine größere Rolle spielt. Und wir hoffen, dass Großbritannien und die EU die relevanten Themen angemessen behandeln”, so ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds ließ ebenfalls durchblicken, dass der IWF eine Europäische Union mit Großbritannien bevorzugt: “Weil es unsicher ist, wie die Gegebenheiten wären, sollte Großbritannien aus der Europäischen Union ausscheiden, ist es schwierig, die Konsequenzen einzuschätzen”, sagte sie. “Doch wahrscheinlich wäre das eher hinderlich als förderlich. Wir müssen zu Schlussfolgerungen kommen, ohne bislang eine Untersuchung darüber gemacht zu haben. Das werden wir so gerecht und gewissenhaft wie möglich tun, doch die Folgen werden wohl negativ sein, wenn es so weit kommen sollte”, so Lagarde.

Um die Wirtschaft nicht nur kurz- sondern langfristig anzukurbeln, seien zügige Strukturreformen und gegebenenfalls auch Konjunkturspritzen notwendig, sagte Lagarde weiter. Auch Chinas Finanzminister Lou Jiwei sprach sich für Reformen aus (Näheres erfahren…) Sein deutscher Amtskollege Wolfgang Schäuble betonte, über erneute Stimulierungsmaßnahmen zu diskutieren, lenke von den eigentlichen Aufgaben ab. Sich auf Maßnahmen zu stützen, die durch Schulden finanziert sind, sei nicht mehr angebracht, so Schäuble.

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