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Sozialistenchef in Spanien zum 2. Mal gescheitert - doch Iglesias erklärt jetzt seine Liebe

Bereits bei der ersten Abstimmung am Mittwoch hatte Sánchez eine Niederlage erlitten. Nur die Abgeordneten der eigenen Fraktion und die der liberalen

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Sozialistenchef in Spanien zum 2. Mal gescheitert - doch Iglesias erklärt jetzt seine Liebe

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Bereits bei der ersten Abstimmung am Mittwoch hatte Sánchez eine Niederlage erlitten. Nur die Abgeordneten der eigenen Fraktion und die der liberalen Partei Ciudadanos (Bürger) hatten für ihn gestimmt.

Meinung

Leidenschaft und Liebe bekommen jetzt ihren Platz in der spanischen Politik.

Am Freitagabend votierten in Madrid lediglich 131 der 350 Parlamentarier für den Sozialistenchef. Der 44-Jährige war von König Felipe VI. als Kandidat vorgeschlagen worden, nachdem der bisherige konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichtet hatte.

Sánchez konnte aber nur seine Sozialisten und die liberalen Ciudadanos hinter sich bringen. Beide hatten letzte Woche ein Koalitionsabkommen geschlossen. Am Mittwoch war er schon einmal mit ähnlichem Ergebnis gescheitert, und schon vor der Abstimmung hatten die Konservativen des Noch – Regierungschefs Mariano Rajoy und die linksalternative Podemos ihr Nein bekräftigt. Aber Podemos-Chef Pablo Iglesias überraschte dann mit einem Angebot an die Adresse der Sozialisten, die Zwei-Monats-Frist zur Bildung einer Linksregierung zu nutzen.
Und Iglesias überraschte mit einem im Parlament ungewöhnlichen Ton: “Leidenschaft und Liebe bekommen jetzt ihren Platz in der spanischen Politik. Pedro – nur Du und ich sind übrig, nur wir können uns einigen.”

Eine Linkskoalition hätte zwar keine absolute Mehrheit, könnte aber von Abgeordneten aus dem Baskenland und Katalonien geduldet werden. Lässt das Parlament aber die zwei Monate erfolglos verstreichen, werden Neuwahlen ausgeschrieben, die bis zum 26 Juni stattfinden müssen.