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Lebensgefahr in Nordgriechenland: Flüchtlinge suchen Schlupflöcher

Mehrere hundert Menschen haben sich in Nordgriechenland vom Camp Idomeni aus auf den Weg gemacht, um zu Fuß die Grenze zu Mazedonien illegal zu

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Lebensgefahr in Nordgriechenland: Flüchtlinge suchen Schlupflöcher

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Mehrere hundert Menschen haben sich in Nordgriechenland vom Camp Idomeni aus auf den Weg gemacht, um zu Fuß die Grenze zu Mazedonien illegal zu passieren.

Meinung

Mediziner sind sehr besorgt, besonders um tausende Kinder

Auf griechischer Seite durchquerten sie einen reißenden Fluss wenige hundert Meter entfernt von der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

Beim Durchwaten des Flusses halfen junge Männer schwächeren Flüchtlingen, damit diese nicht von der Strömung mitgerissen wurden.

In der Nacht zum Montag waren bei einer ähnlichen Aktion zwei Männer und eine Frau aus Afghanistan ums Leben gekommen.

Die mazedonische Polizei erklärte, die Menschen seien vermutlich während eines illegalen Grenzübergang bei Gevgelija im Fluss Suva Reka ertrunken.

Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes vor der griechischen Insel Kos werden acht vermissten Insassen kaum noch Überlebenschancen eingeräumt.

Nahe des Ortes Chamilo westlich von Idomeni zogen griechische Bereitschaftspolizisten auf und warnten die Grenzgänger vor Passagen ins Nachbarland.

Auf mazedonischer Seite würden die Flüchtlinge bereits erwartet und von den dortigen Behörden wieder zurück über die Grenze nach Griechenland gebracht, hieß es.

Die Bereitschaftspolizisten versuchten zunächst, die Gruppe aufzuhalten, ließen sie dann aber ohne Gewaltanwendung passieren.

Mazedonien verstärkt die Grenzanlagen


euronews-Korrespondentin Nicoleta Drougka kommentierte in Athen:

_“Ununterbrochener Regen hat die Lage für die Flüchtlinge in Idomeni noch weiter verschärft. Mediziner sind sehr besorgt, besonders um tausende Kinder. Etliche von ihnen haben grippale Infekte oder Magen-Darm-Krankheiten. Wegen der schrecklichen Lebensumstände sind vernünftige medizinische Behandlungen kaum möglich. Ein Drittel der insgesamt rund 45.000 Schutzsuchenden in Griechenland sind KInder.

12.000 Menschen halten sich noch in Idomeni auf, 11.000 in der Region Attica, 12.000 sind in anderen Gebieten auf dem Festland und weitere 10.000 auf den griechischen Inseln. Die Zahl der Neuankömmlinge reisst allerdings nicht ab. Türkischen Medienberichten zufolge warten an türkischen Küsten rund drei Millionen Flüchtlinge und Migranten auf eine Passage zu griechischen Inseln.”_