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Dreamteam der Opernwelt: Bryn Terfel und Antonio Pappano


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Dreamteam der Opernwelt: Bryn Terfel und Antonio Pappano

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Bryn Terfel und das Royal Opera House in London sind eng miteinander verbunden. 24 Jahre ist es her, dass der weltberühmte Bassbariton an dem prestigeträchtigen Opernhaus sein Debüt gegeben hat. “Meine erste Rolle war Masetto in “Don Giovanni” in einer Inszenierung von Johannes Schaaf, an der Seite von Sir Thomas Allen als Giovanni und Claudio Desderi als Leporello. All diese großartigen Künstler, mit denen man die Bühne geteilt hat, aber von denen man auch etwas über diese großartige Kunstform gelernt hat. Ich war immer sehr wissbegierig. Deshalb habe ich mir auch immer die Proben anderer abgeschaut.”

Antonio Pappano findet für den Bassbariton nur lobende Worte: “Bryn ist ein mysteriöser Künstler. Er holt Dinge aus sich heraus, von denen man fast nicht gedacht hätte, dass sie existieren können. Und er hat diese besondere Eigenschaft, sich unendlich oft wieder selbst zu erfinden. Er singt niemals eine Stelle zweimal hintereinander auf dieselbe Art und Weise. Auch wenn wir in einer Probe etwas drei, vier, fünf, oder sechsmal hintereinander machen, interpretiert er es jedes Mal anders. Das hält ihn und die Menschen um ihn herum auf Trab.”

“Ich habe Antonio Pappano zum ersten Mal vor fast 17 Jahren getroffen, als er in Chicago “Falstaff” dirigierte”, erzählt Bryn Terfel. “Er ist seit 15 Jahren am Royal Opera House und ich glaube, dass ich die meisten meiner Debüts unter seiner sorgfältigen Leitung gemacht habe. Er ist zweifellos ein Dirigent für Sänger. Er atmet mit uns Sängern, man kann ihn sogar aus dem Orchestergraben mit atmen hören. Er feuert uns Künstler unglaublich an und er ist so enthusiastisch. Man kann auch gern mal Witze mit ihm reißen, oder über Wein reden, da vergisst er schnell “Boris Godunow”, besonders bei italienischen Weinen übrigens.

Über seine Lieblings-Spielstätte sagte er: “Dieses Haus ist für mich zweifellos das beste Opernhaus der Welt. Alle wollen hier singen, spielen, inszenieren und dirigieren. Ich glaube, dass das Royal Opera House diesen Namen voller Stolz tragen kann.”

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