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Medien: Unaoil/Monaco lieferte "System FIFA" für die Ölindustrie

Was tut – oder vielleicht besser tat – man, wenn man jemanden bestechen will, ohne sich die Hände schmutzig zu machen? Ganz einfach, so

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Medien: Unaoil/Monaco lieferte "System FIFA" für die Ölindustrie

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Was tut – oder vielleicht besser tat – man, wenn man jemanden bestechen will, ohne sich die Hände schmutzig zu machen? Ganz einfach, so Medienberichte (“The Age”/“Fairfax Media”, “The Huffington Post”): Man ruft bei der Firma Unaoil im Fürstentum Monaco an und lässt den Schmutzjob dort erledigen. Nach den Berichten hat das Familienunternehmen der Ahsanis mit Wurzeln im Iran in den vergangenen zwei Jahrzehnten systematisch die Ölindustrie weltweit korrumpiert und dabei für große globale Unternehmen wie Samsung, Rolls Royce, Halliburton und auch Unternehmen aus Deutschland Millionen Dollar an Bestechungsgeldern verteilt. Unaoil sei in 14 Ländern in Nah- und Mittelost und in Afrika aktiv gewesen.

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Anbieter industrieller Lösungen für den Energiesektor im Mittleren Osten, Zentralasien und Afrika

Das hätten die australischen Investigativ-Reporter Nick McKenzie und Michael Bachelard in sechs Monaten Recherche aus hunderttausenden geleakten E-Mails der Firma entnommen, die sich selber als “Anbieter industrieller Lösungen für den Energiesektor im Mittleren Osten, Zentralasien und Afrika” bezeichnet.

"Monacos Justizbehörden" durchsuchten auf Anfrage des britischen “Serious Fraud Office” Unaoil-Büros in Monaco und Privatwohnungen und vernahmen die Führungskräfte.

Dazu ein Unaoil-Sprecher per mail: “Aufgrund der jüngsten Entwicklungen wäre es unangemessen, für das Unternehmen, sich zu diesem Zeitpunkt zu äußern”.

su mit Reuters