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Büro von Mossack Fonseca in El Salvador durchsucht

Die Polizei in El Salvador hat das örtliche Büro der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde dabeinach

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Büro von Mossack Fonseca in El Salvador durchsucht

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Die Polizei in El Salvador hat das örtliche Büro der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde dabeinach Material über salvadorianische Staatsbürger gesucht, die Konten über die in Panama ansässige Firma eröffnet haben.

Bei der Razzia in der Hauptstadt San Salvador wurden Computer sowie Dokumente beschlagnahmt. Für den Zugriff der Beamten habe man sich entschieden, da die Angestellten die Räume offenbar verlassen wollten, so die Staatsanwaltschaft.

“Ich fordere die Anwälte und Kanzleien, die diesen Unternehmen Dienste leisten, auf, jetzt keine Fehler zu machen”, so der Staatsanwalt. “Wir werden sie kontaktieren, nach Informationen fragen und sie einberufen. Ich hoffe, dass sie nicht den Fehler machen zu versuchen, etwas zu vertuschen.”

Die in panamaische Kanzlei Mossack Fonseca steht im Zentrum der sogenannten “Panama Papers Enthüllungen” durch ein internationales Netzwerk von Journalisten.

Zahlreiche Politiker, Sportler und andere Prominenten aus aller Welt sind durch die Veröffentlichungen in Bedrängnis geraten.

Der britische Premierminister David Cameron gab am Donnerstag zu, vor seinem Amtsantritt Anteile eines Offshorefonds seines Vaters besessen zu haben, die Dividenden aber habe er versteuert.

Auch die Namen des neue FIFA-Präsident Gianni Infantino, des suspendierten UEAF-Chefs Michel Platini, sowie des Fußballers Lionel Messi tauchten in der Liste der Kanzlei Mossack Fonseca auf, die den Journalisten zugespielt worden war.

Die Gründung von Offshorefirmen ist legal, doch dient sie oft der Verschleierung von Vermögen, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung.