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Hunderte Tote bei Erdbeben im Westen Ecuadors

Bei dem schweren Erdbeben in Ecuador sind mehr als 230 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst hatte das Innenministerium von etwa 70 Toten gesprochen

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Hunderte Tote bei Erdbeben im Westen Ecuadors

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Bei dem schweren Erdbeben in Ecuador sind mehr als 230 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst hatte das Innenministerium von etwa 70 Toten gesprochen. Die Regierung des südamerikanischen Landes rief danach für mehrere Regionen den Ausnahmezustand aus.

Die Erdstöße der Stärke 7,8 waren zunächst am Samstagabend (Ortszeit) in der westlichen Provinz Esmeraldas zu spüren. Betroffen war unter anderem auch die Provinz Manabí. Auch aus Guayaquil, der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes, wurden Tote gemeldet.

Tausende Gebäude liegen in Trümmern. Wichtige Verbindungsstraßen – etwa von der Großstadt Guayaquil in die Hauptstadt Quito – sind zerstört.

Rund 10.000 Soldaten und 3500 Polizisten wurden zum Einsatz in die Erdbebengebiete gesandt.
Zudem waren Helfer aus dem Ausland, vor allem aus Mexiko und Kolumbien, zur Unterstützung der Rettungsarbeiten nach Ecuador unterwegs.

Staatschef Rafael Correa befand sich zum Zeitpunkt des Bebens in Europa und trat auf schnellstem Wege die Rückreise an, um vor Ort die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Er ist bereits in der Krisenregion eingetroffen. Über Twitter sprach er den Angehörigen der Opfer sein tiefstes Beileid aus:

Ecuador liegt geografisch am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen. Er ist etwa 40 000 Kilometer lang und wie ein Hufeisen geformt. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur
Folge haben.