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Syrische Oppositionsgruppen nennen UN-Vermittler de Mistura "parteiisch"

Anhaltende Kämpfe in Nordsyrien, der Konflikt mit Israel um die Golanhöhen, sowie Misstrauen gegen UN-Verhandlungsführer Staffan de Mistura überschatteten die Verhandlungen in Genf.

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Syrische Oppositionsgruppen nennen UN-Vermittler de Mistura "parteiisch"

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Trotz anhaltender Kämpfe in Syrien sind in Genf die Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland fortgesetzt worden. Mehrere Konfliktherde überschatteten die Gespräche am Montag.

Der Verhandlungsführer der syrischen Regierung, Baschar al Dschafari beschuldigte Israel, in den Golanhöhen mit Extremistengruppen zu kooperieren.

Bei einer Sondersitzung des Parlaments auf dem Felsplateau hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag erklärt, das vor fast 50 Jahren eroberte und später annektierte Gebiet werde niemals an Syrien zurückgegeben.

“Uns liegen glaubwürdige und gut belegte Informationen zur Zusammenarbeit zwischen Israel und der Al-Nusra-Front sowie IS-Terroristen in den Golanhöhen vor. Zudem haben Israel und Katar bei der Entführung philippinischer Soldaten der UN-Friedenstruppen zusammengearbeitet”, so Baschar al Dschafari.

Zudem werden aus dem Norden Syriens trotz geltender Waffenruhe erbitterte Kämpfe gemeldet. Mehrere einflussreiche syrische Rebellengruppen drohten der Armee und ihren Verbündeten mit Vergeltung für Verstöße gegen die Waffenruhe.

Die syrische Opposition kritisierte unterdessen den UN-Vermittler Staffan de Mistura. In einem Brief an die Rebellen-Unterhändler schrieben mehrere Oppositionsgruppen, de Mistura sei “völlig parteiisch, was die Forderungen des Regimes und dessen Verbündeter angeht”.

“Was vor Ort in Syrien geschieht, wirft seinen Schatten auf die Friedensgespräche hier im Sitz der Vereinten Nationen in Genf. Während sich die Fronten zwischen den Parteien für einer politischen Lösung weiter verhärten, beginnt man sich hier zu fragen, ob die Verhandlungen tatsächlich zu einer Einigung führen werden oder ob sie unterbrochen werden und dem Leiden des syrischen Volkes erneut kein Ende setzen können”, berichtet Faiza Garah aus Genf.

Sie fragen sich, wer hinter dem HNC, dem Hohen Verhandlungskomitee der syrischen Opposition steht? Hier ein über Twitter veröffentlichtes Erklärvideo: