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Ecuador: Zahl der Erdbebentoten steigt weiter

Überall in den Erdbebengebieten Ecuadors gehen die Rettungs- und Bergungsarbeiten weiter. Die Zahl der Toten steigt. Bisher wurden mehr als 480

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Ecuador: Zahl der Erdbebentoten steigt weiter

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Überall in den Erdbebengebieten Ecuadors gehen die Rettungs- und Bergungsarbeiten weiter. Die Zahl der Toten steigt. Bisher wurden mehr als 480 Todesopfer geborgen. Rund 300 Menschen werden noch vermisst.

Meinung

Wir haben Angst.

Mehr als 400 Helfer aus Mexiko, Kuba, Chile, Kolumbien, Spanien und der Schweiz nehmen an den Bergungsarbeiten teil, wie Außenminister Guillermo Long über Twitter bekanntgab. Auch aus Deutschland lief Hilfe an.

Unter den Opfern sind auch Ausländer, unter anderem aus den USA, Kolumbien, Kuba, Irland und Kanada.

Die Verzweiflung der Angehörigen nimmt zu. Und auch die Wut: Viele sagen, die Rettungskräfte seien zu spät eingetroffen. Soldaten des ecuadorianischen Militärs verteilten unterdessen Hilfslieferungen an Überlebende der Erdbebenserie. Mehr als 20.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

In Pedernales, einer der besonders schwer getroffenen Städte, wird inzwischen der Platz auf dem Friedhof knapp. Die Särge werden übereinander bestattet.

Staatspräsident Rafael Correa sprach von der schlimmsten Katastrophe in Ecuador seit 1949. Damals kamen bei einem Erdbeben mehr als 5000 Menschen ums Leben.

Der Wiederaufbau werde nach ersten Schätzungen zwei bis drei Milliarden Dollar kosten, erklärte Correa. Die Regierung hat für die erste Woche nach dem Beben umgerechnet 140 Mio. Euro aus dem Katastrophenfonds bereitgestellt.

“Hier herrscht Chaos. Wir können nicht in unseren Häusern schlafen aus Angst, dass etwas passiert, aus Angst um die Kinder. Wir haben Angst.”