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Versöhnung an der Front des syrischen Bürgerkrieges

Der Waffenstillstand in vielen Gegenden Syriens ermöglicht den Einheimischen in die von ihnen verlassenen Wohnungen zurückzukehren. Vor kurzem noch

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Versöhnung an der Front des syrischen Bürgerkrieges

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Der Waffenstillstand in vielen Gegenden Syriens ermöglicht den Einheimischen in die von ihnen verlassenen Wohnungen zurückzukehren. Vor kurzem noch verlief hier die Front. Jetzt, dank der Vermittlung russischer Spezialisten, unterzeichnen die Bewohner einen “Versöhnungsakt”.

Wie in mehr als 90 anderen syrischen Ortschaften schworen auch in Kaukab die Honoratioren dem bewaffneten Kampf gegen Präsident Assad ab, nachdem den Rebellen die Kontrolle über die Ortschaft entwunden wurde.

“Vor vier Jahren haben wir das Dorf wegen der Terroristen verlassen. Wir haben die Übereinkunft unterschrieben, um auf unser Land zurückkehren zu dürfen. Und wir werden niemals wieder zulassen, dass irgendjemand hier Terrorakte begeht”, sagt Abdallah Alhder.

Rund 20 Männer, die den Journalisten als Rebellen vorgestellt wurden, haben sich ergeben. Ihnen wird der Prozess gemacht, aber man hat ihnen versprochen, dass sie die Todesstrafe nicht fürchten müssen.

“Die Menschen haben uns um Hilfe gebeten. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass sie zurückkehren dürfen. Wir haben den Kontakt zur Regierung hergestellt und sie an den Verhandlungstisch geholt und dazu gebracht, die Front zurückzuverlegen. Jetzt können die Dorfbewohner ihr Land bestellen und ihre Kinder in Frieden aufziehen”, betont Sergei Iwanow vom Russischen Zentrum für Aussöhnung in Syrien.

Die russischen Kommandeure in Syrien glauben, dass solche Versöhnungsakte an der Front den Waffenstillstand festigen und den Einheimischen ihre Sorgen nehmen. In der Nachbarprovinz Aleppo hat diese Konzept allerdings noch nicht funktioniert.