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Dramen in Ägyptens Luftverkehr

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Dramen in Ägyptens Luftverkehr

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Der Absturz der EgyptAir Maschine im Mittelmeer ist der jüngste tragische Vorfall im ägyptischen Luftverkehr. Am 29. März 2016 wird ein Flugzeug der gleichen Gesellschaft und des gleichen Typs auf einem Flug von Alexandria nach Kairo entführt. Der Airbus mit 81 Menschen an Bord landet auf dem Flughafen Larnaka in Zypern. Nach mehreren Stunden Verhandlungen lässt der Täter alle Geisel frei und ergibt sich. Bei dem Mann handelt es sich um Seif Eldin Mustafa, einen 53-jährigen Ägypter. Er trug einen falschen Sprengstoffgürtel und wollte seine Frau und seine Kinder, die in Zypern leben, sehen.

Im Oktober 2015 ereignet sich eine Katastrophe im ägyptischen Luftraum. An Bord eines russischen Airbus explodiert nach dem Start vom Badeort Sharm El-Sheikh über der Sinai-Halbinsel eine Bombe. Alle 224 Insassen kommen ums Leben. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekennt sich zu dem Anschlag. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Bombe im hinteren Teil des Flugzeuges deponiert. Sie reißt ein ein Meter großes Loch in die Flugzeugwand, der hintere Teil der Maschine bricht ab, und das Flugzeug zerbirst in der Luft. Lange herrscht Unklarheit. Doch am Ende erklärt nach Russland und mehreren europäischen Staaten auch der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi, wenn auch nur indirekt, dass es sich um einen Terrorakt handelt.

Eine weitere Unglücksmaschine startet im Januar 2004 in Sharm El-Sheikh. Beim Absturz einer Boeing 737 der ägyptischen Gesellschaft Flash Airlines über dem Roten Meer kommen alle 148 Insassen ums Leben, darunter 135 Urlauber aus Frankreich. Die Maschine hatte bereits Probleme beim Start. Der Pilot versucht noch, zum Flughafen zurückzukehren. Als Gründe für den Absturz wurden nach der Ermittlung eine technische Panne und Sicherheitsmängel der Billig-Airline angegeben.

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