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Erderwärmung bricht alle Rekorde: UN warnt vor Folgen

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Erderwärmung bricht alle Rekorde: UN warnt vor Folgen

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Die Vereinten Nationen warnen vor der Erderwärmung und fordern eine zügige Umsetzung der im Dezember in Paris beschlossenen Klimavereinbarungen.

Zwölfter Monate in Folge bricht Temperaturrekord

Der Monat April war der heißeste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, die Durchschnittstemperatur sei um 1,10 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts gelegen. Und auch in den Vormonaten sah der Trend nicht anders aus, wie Claire Nullis von der UN- Weltorganisation für Meteorologie erklärt: “Es ist der zwölfte Monat in Folge, in dem die Temperaturhöchstwerte alle Rekorde brechen. Was besonders beunruhigend ist: die Temperaturen steigen nicht nur leicht an, die Temperaturrekorde explodieren geradezu und zwar kontinuierlich.”

Fünf Monate nach dem Abschluss des Pariser Klimaabkommens wird weiter verhandelt

Im Moment tagt eine UN-Konferenz in Bonn. Sie soll die Bestimmungen des Pariser Klimaabkommens in konkrete Regeln umsetzen. Fünf Monate nach dem Abschluss des Pariser Klimaabkommens beraten 196 UN-Mitgliedsstaaten über dessen technische Umsetzung. Die elftägige Konferenz, die am 16. Mai begann, muss die Verhandlungsbeschlüsse in ein detailliertes Regelwerk übersetzen.

UnsereChance, die Klimaerwärmungbei1,5° zustoppenistin 9 Jahrennurnoch50% https://t.co/Q1U5N9Ryiz pic.twitter.com/l2ZM7TrUuc

— Oliver Graf (@olivergraf) May 19, 2016

Die scheidende Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats äußerte sich am ersten Tag optimistisch. «Der Ton der Auftaktsitzung war
außergewöhnlich konstruktiv», lobte Christiana Figueres. «Alle haben verstanden, was uns droht.» Der Klimawandel und seine katastrophalen
Folgen seien so offensichtlich, dass mittlerweile alle Länder zum Handeln entschlossen seien. «Dabei gibt es keine andere Option, als
das Tempo zu beschleunigen», mahnte die UN-Diplomatin aus Costa Rica.

Experten warnen: Klimawandel verschärft weltweite Flüchtlingskrise

Der Klimawandel führt außerdem zur Massenflucht: Millionen werden weltweit von Dürren, Fluten oder Stürmen vertrieben. Im Schnitt der vergangenen acht Jahre vertrieben Naturkatastrophen mehr als 20 Millionen Menschen jährlich aus ihrer Heimat. Alleine im Jahr 2015 seien doppelt so viele Menschen vor Wetterextremen und Umweltkatastrophen geflohen wie vor Gewalt und Konflikten, vor allem die Ärmeren lebten oft jahrelang in Lagern.

Inwieweit Dürren, Waldbrände, Stürme oder Sturmfluten durch die Klimaerwärmung verursacht werden, lässt sich im Einzelfall bisher
kaum feststellen. Modelle von Experten zeigen jedoch, dass die Zahl der Wetterextreme in den kommenden Jahrzehnten
deutlich zunehmen wird, selbst wenn die Weltgemeinschaft das in Paris angepeilte Ziel einer Begrenzung der Erwärmung auf zwei Grad
erreicht.

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