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Frankreich: Kein Sprit an Tankstellen wegen Streiks gegen Arbeitsmarktreform

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Frankreich: Kein Sprit an Tankstellen wegen Streiks gegen Arbeitsmarktreform

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In Südfrankreich hat die Polizei am frühen Dienstagmorgen damit begonnen, eine Blockade der Raffinerie Fos-sur-Mer zu räumen. Die anhaltenden Proteste gegen die geplante Arbeitsmarktreform der Regierung führen zunehmend zu Versorgungsengpässen an den Tankstellen.

Laut der Gewerkschaft CGT waren am Montag sechs der acht Raffinerien in Frankreich betroffen. Auch an den Rohöl-Terminals von Le Havre, über die 40 Prozent der Ölimporte des Landes laufen, will die Belegschaft von nun bis Freitag streiken.

Etwa 20 Prozent der französischen Tankstellen waren am Montag geschlossen oder in Schwierigkeiten, vor allem im Nordwesten. In Grenznähe fuhren viele Franzosen deshalb zum Tanken über die Grenzen – etwa nach Belgien. Der Transportunternehmerverband FNTR sprach von einer rapiden Verschlechterung der Situation und warnte vor Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Schuld an den Engpässen sind nicht nur die Blockaden, sondern auch Hamsterkäufe. Die Regierung warnte vor Panik, es gebe keine Vorratsproblem, sondern ein Logistikproblem. Am Wochenende sei die Nachfrage fast dreimal so hoch gewesen, wie normalerweise.

Premierminister Manuel Valls warnte vor “Erpressung”. Doch die Gewerkschaften wollen weitermachen, bis die Regierung von der geplanten Arbeitsmarktreform ablässt.

“Wir hoffen, dass uns noch weitere Kameraden unterstützen werden”, so Franck Bobard von der Gewerkschaft FO. “Wir sind keine Randalierer, sondern wütende Angestellte und enttäuschte Bürger. Es liegt jetzt an der Regierung, die nötigen Entscheidungen zu treffen.”

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