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Streik gegen Arbeitsmarktreform in Frankreich geht weiter- auch in Atomkraftwerken

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Streik gegen Arbeitsmarktreform in Frankreich geht weiter- auch in Atomkraftwerken

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Für Donnerstag haben die französischen Gewerkschaften zu einem weiteren nationalen Aktionstag aufgerufen. Auch Mitarbeiter von Atomkraftwerken wollen jetzt die Arbeit niederlegen. Dies könnte nach den Versorgungsengpässen bei den Tankstellen in den vergangenen Tagen auch zu Engpässen bei der Stromversorgung führen.

“Es reicht nicht mehr, auf die Straße zu gehen, sie hören uns nicht an. Jetzt müssen wir schwerere Geschütze auffahren. Wir werden alle kämpfen und der Regierung klar machen: Es reicht!”, so Jean-Claude Colin, von der Gewerkschaft CGT.

Gegen die Blockierer von Treibstoffdepots und Raffinerien fährt Paris eine harte Linie. Polizisten räumten mehrere Blockaden, wie am frühen Mittwoch in Douchy-les-Mines in Nordfrankreich. Um die Versorgungsengpässe zu überbrücken musste das Land bereits die strategischen
Reserven angezapfen. Am Mittwoch war gut jede dritte Tankstelle im Land betroffen.

Mit dem Streik soll der Druck gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform der sozialistischen Regierung von Präsident Francois Hollande weiter erhöht werden. Doch die denkt nicht daran zurückzurudern. “Keine Option wird ausgeschlossen. Polizeikräfte greifen seit Freitag ein- und sie werden dies auch weiter tun. Und ich will ihre Arbeit und ihre Gelassenheit an dieser Stelle loben,” sagte der französische Premierminister Manuel Valls vor dem Parlament.

Die landesweiten Proteste drohen Frankreich lahm zu legen. Und auch in anderen Wirtschaftsbereichen gibt es Streiks: Am Flughafen Paris-Orly wurden für Donnerstag 15 Prozent der Flüge gestrichen, jeder fünfte TGV-Schnellzug soll ausfallen.

Die geplante Arbeitsmarktreform soll das Arbeitsrecht flexibler machen. Gegner fürchten dagegen um Rechte der Arbeitnehmer.

Le pays champion du nombre de jours de grève​ est… https://t.co/Mt5I1NVUmU #France via Frontanti</a></p>&mdash; P.Valéria(vp66666) May 25, 2016

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