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Rock'n Roll und Liebe: Bataclan-Überlebender kritisert EODM-Sänger Jesse Hughes

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Rock'n Roll und Liebe: Bataclan-Überlebender kritisert EODM-Sänger Jesse Hughes

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Er ist Frontmann der US-Band, die am 13. November auf der Bühne stand, als Terroristen den Bataclan-Konzertsaal stürmten. Ein Fan, der sich als Muslim vorstellt und den selben Abend im Bataclan überlebte, wandte sich nun per Facebook an den Sänger Jesse Hughes. Dieser verbreite dieselbe Weltsicht, die die Terroristen angetrieben habe, so der Autor. Französische Medien griffen den offenen Brief bald auf.

Hughes, ein Mitglied der National Rifle Association of America, hatte in Interviews nach den Anschlägen das französische Waffenverbot kritisiert. Zuletzt sprach er in einer einschlägigen Publikation von einer Weltverschwörung der Muslime und erklärte, muslimische Security-Mitarbeiter hätten die Terroristen hineingelassen oder wären gar nicht zur Arbeit erschienen. Das Bataclan wies das zurück, Hughes entschuldigte sich später.

Doch seine Äußerungen gehen inzwischen nicht nur manchen Fans und den Bataclan-Betreibern zu weit. Der erste Auftritt der Band Eagles of Death Metal in Frankreich wurde freudig begrüßt, als Zeichen gegen die Einschüchterung durch den Terror. Doch seither hat sich der Wind gedreht. Zwei französische Musikfestivals, die die Band Eagles of Death Metal gebucht hatten, luden sie vor Kurzem wieder aus.

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