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Solidarität mit Jérôme Boateng nach Beleidigung durch AfD-Vize Gauland

Der stellvertretende Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat mit seiner Äußerung über den deutschen Fußballnationalspieler Jérôme Boateng für Empörung…

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Solidarität mit Jérôme Boateng nach Beleidigung durch AfD-Vize Gauland

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Der stellvertretende Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat mit seiner Äußerung über den deutschen Fußballnationalspieler Jérôme Boateng für Empörung gesorgt.

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"Es gibt mehr gelungene Integration als Herr Gauland deutlich macht. Es kommt darauf an, Zeichen zu setzen."

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hatte Gauland gesagt, dass Leute einen Fußballer wie Boateng zwar als Fußballer schätzten, ihn aber nicht als Nachbarn haben wollten.

Jérôme Boateng kommentierte den Kommentar Gaulands nach dem Länderspiel Deutschland – Slowakei am Sonntag: “Traurig, dass so etwas noch vorkommt, aber man kann es nicht ändern. Ich hoffe, das wird mit der Zeit besser. Aber ich glaube, heute haben genug Leute eine sehr schöne Antwort gegeben.”

Nach dem Bekanntwerden der Äußerungen Gaulands zeigten sich weite Teile der Bevölkerung mit Boateng solidarisch. Fans hatten im Stadion ein Transparent mit der Aufschrift “Jerome sei unser Nachbar” aufgehängt.

Reinhard Grindel, Präsident des DFB, sagte zu den Aussagen des AfD-Vizes:
“Es gibt mehr gelungene Integration als Herr Gauland deutlich macht. Wir haben das gerade wieder gepürt, bei der Aufnahme der vielen Zehntausenden von Flüchtlingen. Es kommt darauf an, Zeichen zu setzen im Alltag, aber auch in besonderen Situationen wie jetzt.”

Boateng, Kind deutsch-ghanaischer Eltern, ist in Berlin aufgewachsen. Seit 2009 spielt er in der deutschen Nationalmannschaft und hat seitdem mehr als 50 Spiele bestritten.