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Ramadan in Zeiten der Not - Flüchtlinge in griechischen Camps begehen Fastenmonat

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Ramadan in Zeiten der Not - Flüchtlinge in griechischen Camps begehen Fastenmonat

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Mehr als 52.000 Migranten sitzen derzeit in Griechenland fest, können ihren Weg nach Europa nicht fortsetzen – auch im Flüchtlingslager der Stadt Evzoni nahe der mazedonischen Grenze. Gläubige Muslime haben hier am Montag den ersten Tag des Fastemonats Ramadan begangen. So auch ein junger Mann aus dem syrischen Aleppo: “Wir vermissen doch alle unsere Familien, unsere Heimat. Es ist so hart, weit weg zu sein von den Nachbarn und den Verwandten.”

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"Wir vermissen doch alle unsere Familien, unsere Heimat. Es ist so hart, weit weg zu sein von den Nachbarn und den Verwandten."

Auch die zumeist afghanischen Bewohner des Camps von Schisto in der Nähe der Hauptstadt Athen müssen improvisieren. “Es sei für ihn sehr schwierig, den Ramadan unter den Beindungen im Camp einzuhalten”, so ein junger Mann aus Afghanistan. Hinzu kommen, dass er senie Famile sehr vermisste, vor allem seine Mutter.

In Schisto leben rund 1800 Menschen. Während des Ramadan, einem Fest, das traditionell mit der Familie begangen wird, essen die Gläubigen erst bei Sonnenuntergang, nach dem obligatorischen vierten Gebet des Tages. Einige können sich Lebensmittel nicht leisten – sie werden von Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Ein bescheidener Trost in Zeiten der Not.