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"Jetzt sind Sie am Zug": Erdogan fordert Auslieferung Gülens aus den USA

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"Jetzt sind Sie am Zug": Erdogan fordert Auslieferung Gülens aus den USA

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem gescheiterten Putschversuch die Auslieferung des angeblichen Drahziehers Fethullah Gülen aus den USA gefordert.

Der Präsident und mehrere Regierungsvertreter hatten die Bewegung des ehemaligen Verbündeten und heutigen Erzfeindes von Erdogans kurz nach Ausbruch der Gewalt am Freitagabend für den Coup verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt.

Gülen bestritt die Vorwürfe. Der Prediger lebt seit 17 Jahren im Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Bei einer kurzfristig organisierten Rede in Istanbul richtete sich Erdogan an die US-Regierung: “Ich habe doch gesagt, dass diese Menschen einen Putsch planen, aber man hat mir nicht geglaubt. Heute, nach dem Putschversuch sage ich es noch einmal: Liefern Sie diese Person aus Pennsylvania aus. Wenn wir strategische Partner, vorbildliche Partner sind, dann – ich bitte Sie – kommen Sie unserem Gesuch nach. Ich richte mich an die USA. Wann immer Sie uns um die Auslieferung von Terroristen gebeten haben, sind wir dem nachgekommen. Jetzt sind Sie am Zug, uns eine Person, die auf unserer Terrorliste steht, auszuliefern.”

Während Erdogans Ansprache begannen einige der versammelten Unterstützer, “wir wollen die Hinrichtung” – eine Forderung, die laut dem Präsident im Parlament diskutiert werden könne. Die Todesstrafe wurde in der Türkei im Jahr 1999 abgeschafft.

US-Außenminister John Kerry hatte zuvor zugesichert, dass ein Auslieferungsbegehren der Türkei generell geprüft würde – ob ein solches Gesuch bisher offiziell einging, ist bisher unklar. Allerdings würden vor einer Überstellung Beweise zu Vergehen Gülens gründlich geprüft.

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