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Über 10.000 Festnahmen nach Putschversuch in der Türkei - Ausreisekontrollen verschärft

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Über 10.000 Festnahmen nach Putschversuch in der Türkei - Ausreisekontrollen verschärft

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Eine Woche nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei hat Ministerpräsident Binali Yildirim das Hauptquartier der Spezialeinheiten der Polizei in der Hauptstadt Ankara besucht. Bei dem Putsch waren über 260 Menschen ums Leben gekommen. Yildirim inspizierte unter anderem durch Attacken von Putschisten verursachte Sachschäden und warnte, die Gefahr neuer Unruhen sei nicht gebannt:

“Es kann sein, dass Unbekannte Vorteile aus der Situation ziehen und einen neuen Versuch unternehmen wollen, um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.”

Die Regierung hat angekündigt, staatliche Stellen von Unterstützern des in den USA lebenden türkischen Predigers Fethullah Gülen zu “säubern”, den Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Putschversuch verantwortlich macht.

Ankara vermutet, dass zahlreiche Behörden von ihnen unterwandert sind. Allen Staatsbediensteten wurde der Urlaub gestrichen. Diejenigen im Ausland wurden zur Rückkehr aufgefordert.

Außenminister Mevlut Çavuşoğlu erklärte in einem TV-Interview:

“Wir verlangen von den USA, was klar und deutlich auf der Hand liegt. Sie sollten nicht an Fethullah Gülen festhalten, der hinter dem Putschversucht steckt. Wir haben die notwendigen Informationen mit den USA geteilt. Jetzt wollen wir konkrete Ergebnisse der Zusammenarbeit sehen.”

Die Zahl der Festnahmen seit dem gescheiterten Putsch ist nach Angaben von Erdogan auf mehr als 10.400 gestiegen. Er hat angekündigt, er werde der Wiedereinführung der Todesstrafe zustimmen, sollte das Parlament eine solche Änderung der Verfassung beschließen.

Menschenrechtsorganisationen zeigen sich besorgt über die zahlreichen Festnahmen

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