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US-Demokraten ringen auf Parteitag um Einigkeit

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US-Demokraten ringen auf Parteitag um Einigkeit

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In Philadelphia sind die US-Demokraten zu ihrem Nominierungsparteitag zusammengekommen. Während des viertägigen Treffens wollen mehr als 4700 Delegierte aus 50 Staaten Hillary Clinton zur Präsidentschaftskandidatin ernennen. Diese muss jedoch zuerst viele Buh-Rufe ertragen.

Noch immer stellen sich zahreiche Menschen gegen die frühere Außenministerin. Eine Frau meint: “Ich warte mit meinem Urteil. Ich warte ab, was sich abspielt. Zu sagen, was ich in sechs Monaten tun werde, erscheint mir wirklich verwegen, nachdem der gesamte Wahlprozess buchstablich chaotisch war.” Ein Mann sagt: “Ich hasse es zu sagen, ich unterstütze Bernie, aber Trump will ich nicht. Das ist alles, was ich sage.”

20.000 gehackte E-Mails überschatten den Parteitag zusätzlich. Kurz vor dem Treffen waren diese an die Öffentlichkeit gelangt. Sie zeigen, dass sich die Parteiführung schon früh im Vorwahlkampf auf Clinton als Kandidatin festgelegt hat. Die Kampagne ihres Kontrahenten Sanders sollte offenbar gestört werden. Clinton-Sprecher Brian Fallon erklärt dennoch: “Die Vorwahlen der Demokraten wurden nicht zufällig entschieden, durch den Austausch von E-Mails der Parteiführung. Sie wurden an der Wahlurne von allen Demokraten und Unabhängigen entschieden, die an den Vorwahlen und Sitzungen der vergangenen Monate teilgenommen haben.”

Auch der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, zeigte sich zuversichtlich, dass die Querelen aus dem Weg geschafft werden können: “Ich bin mir sicher, dass wir im November eine geschlossene Gruppe sind. Wir dürfen Trump nicht erlauben, die Geschichte der Vereinigten Staaten, das Symbol der Hoffnung, zu zerstören.”

Obwohl Bernie Sanders zur Ünterstützung von Clinton aufrief, folgten zum Auftakt des Parteitages Buh-Rufe auf jede Erwähnung ihres Names. Laut “Washington Post” richtete Sanders sogar eine Textachricht an ausgewählte Delegierte, um das lautstarke Ausbuhen auf dem Parteitagsparkett zu stoppen. euronews-Reporter Stefan Grobe: “Bernie Sanders befindet sich nun dirket im Lager von Hillary Clinton, seine treusten Anhänger jedoch nicht. Einige drohen, die Nominierung von Tim Kaine als Vizepräsidenten zu bekämpfen. So viel zur Einheit der Partei.”

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