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Gefängnisskandal in Australien: Chef der Untersuchungskommission tritt zurück

Die Gewaltvorwürfe gegen Vollzugsmitarbeiter in Australien haben am Wochenende erneut Demonstranten auf die Straßen getrieben.

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Gefängnisskandal in Australien: Chef der Untersuchungskommission tritt zurück

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Die Gewaltvorwürfe gegen Vollzugsmitarbeiter in Australien haben am Wochenende erneut Demonstranten auf die Straßen getrieben. In Sydney forderten sie die Aufklärung der Vorkommnisse. Dabei geht es um Misshandlungen von Jugendlichen in mindestens einem Gefängnis im nördlichen Teil des Landes, den Northern Territories.

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"Es ist unerlässlich, dass mein Nachfolger das Vertrauen jener genießt, die von dieser Sache betroffen sind."

Am Montag trat der Chef der staatlichen Untersuchungskommission zu den Vorfällen, Brian Martin, zurück. Er sei nicht der einzige, der die Kommission effektiv leiten könne. “Es ist unerlässlich, dass mein Nachfolger das Vertrauen jener genießt, die von dieser Sache betroffen sind”, so Martin.

Viele der mutmaßlichen Misshandlungsopfer sind Aborigines, australische Ureinwohner. Ihre Interessenvertretung hatte sich geweigert, mit der Kommission zusammenzuarbeiten. Sie fordern einen eigenen Vertreter innerhalb des Gremiums.

Die australischen Ureinwohner machen 94 Prozent der jugendlichen Gefängnisinsassen in den nördlichen Territorien aus.

Die Vorwürfe gegen die Gefängnismitarbeiter sind schwerwiegend, wie Aufnahmen des chinesischen Staatsfernsehens zeigen. Aufgenommen wurden sie von Überwachungskameras in einem Jugendgefängnis in Darwin.