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Gabun: Bongo und Ping werfen sich gegenseitig Wahlfälschung vor

Gabuns wiedergewählter Präsident Ali Bongo hat Forderungen nach einer Neuwahl zurückgewiesen.

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Gabun: Bongo und Ping werfen sich gegenseitig Wahlfälschung vor

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Gabuns wiedergewählter Präsident Ali Bongo hat Forderungen nach einer Neuwahl zurückgewiesen. Gleichzeitig beschuldigte er die Wahlbeobachter der EU, Unregelmäßigkeiten beim Ergebnis seines Gegenkandidaten Jean Ping nicht beachtet zu haben. Bongo sprach in einem Interview mit dem französischen Radiosender RTL von “massiver Wahlfälschung.” Umgekehrt wirft Ping wiederum Bongo Wahlfälschung vor. Sowohl die EU als auch die frühere Kolonialmacht Frankreich haben eine Neuauszählung der Stimmen angeregt und gefordert, die Wahlergebnisse offenzulegen. Bongo sagte, die Entscheidung über eine Neuauszählung liege nicht in seinen Händen sondern in der Zuständigkeit des Verfassungsgerichts. Außerdem warf Bongo den Wahlbeobachtern der EU Fehlverhalten vor.

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"Nichts rechtfertigt es, Feuer an das Parlament zu legen."

Richard Auguste Onouviet Parlamentspräsident Gabun

EU-Wahlbeobachter hatten kritisiert, dass die Ergebnisse aus Bongos Heimatprovinz Haut-Ogooué eine unwahrscheinliche Wahlbeteiligung von 99,93 Prozent zeigten. In den übrigen acht Provinzen des zentralafrikanischen Landes lag die Beteiligung demnach bei rund 48 Prozent. Um verlorenes Vertrauen wiederherzustellen, sollten die Ergebnisse aller Wahllokale einzeln veröffentlicht werden, hatten die Wahlbeobachter am Montag gefordert.


Bongos Familie regiert das ölreiche zentralafrikanische Land seit fast 50 Jahren. Nach offiziellen Angaben gewann er die Abstimmung vom 27. August mit einigen Tausend Stimmen Vorsprung. Der 57-Jährige hatte das Präsidentenamt 2009 von seinem Vater Omar Bongo übernommen, der das Land von 1967 bis zu seinem Tod 2009 regiert hatte. Ping (73) ist ein früherer Weggefährte von Omar Bongo. Er diente als Diplomat, Präsident der UN-Vollversammlung und Chef der Afrikanischen Union.

Pressemitteilung der EU-Wahlbeobachter