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99,93 Prozent Wahlbeteiligung? - Neue Kritik an Präsidentenwahl in Gabun

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99,93 Prozent Wahlbeteiligung? - Neue Kritik an Präsidentenwahl in Gabun

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Trotz Kritik internationaler Wahlbeobachter und der französischen Regierung hat Gabuns Staatschef Ali Bongo eine Neuauszählung der Stimmen von der Präsidentschaftswahl abgelehnt. Bongo sagte in einem Radiointerview, dies könne nur vom Verfassungsgericht angeordnet werden. In Bongos Heimatprovinz Haut-Ogooué sollte die Wahlbeteiligung bei 99,93 Prozent gelegen haben. In den übrigen acht Provinzen lag die Beteiligung bei rund 48 Prozent.

EU-Wahlbeobachterin Sarah Crozier kritisierte: “Wir haben Unregelmäßigkeiten in der Provinz Haut-Ogooué hinsichtlich der Wahlbeteiligung bemerkt. Vor Ort kamen unsere Wahlbeobachter zu anderen Ergebnissen als offiziell dargestellt.”

Ali Bongo bezichtigte die EU-Wahlbeobachter der Voreingenommenheit

Bongos Herausforderer Jean Ping hatte massiven Wahlbetrug angeprangert. Sein Sprecher René Ndemezo Obiang erhob schwere Vorwürfe gegen Sicherheitskräfte nach dem Angriff auf die Parteizentrale der Opposition.

_“Die Taktik von Bongos Truppen bestand darin, auf alles zu feuern, was sich bewegte, und Menschen zu töten. Die Leichen wurden in bereit gestellten Krankenwagen abtransportiert, um Zählungen der Opfer unmöglich zu machen.”

Bei der Attacke auf die Parteizentrale der Opposition wurden vor einer Woche mindestens sechs Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Zuvor hatten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Libreville nach Oppositionsangaben Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um Proteste der Regierungsgegner im Keim zu ersticken.

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