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Französische Polizei verhaftet 15-jährigen Terrorverdächtigen in Paris

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Französische Polizei verhaftet 15-jährigen Terrorverdächtigen in Paris

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Französische Sicherheitskräfte haben in Paris einen weiteren Terrorverdächtigen festgenommen. Diesmal handele es sich um einen 15-Jährigen, der seit April überwacht wurde, so die Behörden. Er habe mit einem mutmaßlichen Drahtzieher der Terrormiliz IS in Kontakt gestanden und eine unmittelbares Risiko dargestellt.

Ministerpräsident Manuel Valls nutzte die Festnahme zur Verteidigung des seit vergangenem November geltenden Ausnahmezustands. Eine Untersuchung hatte den damit verbundenen Maßnahmen nur eingeschränkte Wirksamkeit attestiert.

Die Terrorgefahr sei so hoch wie zuvor, jeden Tag würden die Sicherheitbehörden Spuren nachgehen oder Pläne vereiteln, so Valls: “Auf unserem eigenen Territorium haben wir 1350 Personen, gegen die ermittelt wird und die im Gefängnis sind. 293 davon haben direkte Verbindungen zu Terrorgruppen. Und wir können davon ausgehen – und ich weiß wie schwer diese Zahl wiegt – dass ungefähr 15.000 Personen in Frankreich unter Beobachtung stehen, weil sie dabei sind, sich zu radikalisieren.”

Der IS-Kontaktmann des verhafteten 15-Jährigen ist schon länger im Visier der Ermittler. Er soll Rachid Kassim heißen, aus dem französischen Roanne stammen und sich derzeit in Syrien oder dem Irak aufhalten.

Kassim soll auch die erst vor einer Woche ausgehobene mutmaßliche Terrorzelle dreier Frauen angeleitet haben, die im Verdacht steht, in Paris einen Bombenanschlag mit Hilfe von Gasflaschen vorbereitet zu haben. Eine der Frauen wurde inzwischen angeklagt. Auch die Mörder eines Priesters in Nordfrankreich sollen mit Kassim in Kontakt gestanden haben, heißt es aus Ermittlerkreisen.

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