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MH17-Absturz - eine Chronologie der Ereignisse

Flug MH17 der Malaysian Airlines startet planmäßig vom Flughafen Amsterdam mit Zielort Kuala Lumpur.

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MH17-Absturz - eine Chronologie der Ereignisse

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Flug MH17 der Malaysian Airlines startet planmäßig vom Flughafen Amsterdam mit Zielort Kuala Lumpur. An Bord sind 283 Passagiere und 15 Crewmitglieder. Das Wartungsprotokoll der Maschine ist einwandfrei.

In rund 10 Kilometer Höhe über der Ostukraine verschwindet die Maschine vom Radar. Der Absturz erfolgt, während heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den pro-russischen Separatisten toben. Das Flugzeugwrack wird in von Rebellen kontrolliertem Gebiet gefunden.

Die internationale Gemeinschaft fordert eine transparente Untersuchung. Laut der Ukraine beweist der folgende Telefonmitschnitt zwischen einem russischen Agenten und den Separatisten deren Beteiligung am Abschuss:

“Malaysia. Ausländer.”
“Wer gab ihnen die Fluggenehmigung?”
“Ich verstehe. Riegeln sie den Fundort ab. Lassen sie keine Zivilisten durch.”
“Es ist eine Passagiermaschine.”

Russlands Präsident Wladimir Putin gibt der Ukraine die Schuld: Der Flugzeugabsturz wäre nicht passiert, wenn es in der Ostukraine keinen Krieg gäbe.

Die ersten Bergungsarbeiten verlaufen chaotisch. Die Ukraine behauptet, Separatisten hätten wichtige Beweise vernichtet.

Die Separatisten übergeben die Blackbox und den Stimmenrekorder aus dem Cockpit in Donezk an Vertreter Malaysias.

Die Auswertung der Daten führt zu einem vorläufigen Untersuchungsbericht der niederländischen Behörden, die ein internationales Team koordiniert im September 2014. Laut dem Bericht gibt es keine Hinweise auf technisches Versagen oder Pilotenfehler.

Im Oktober 2015 teilen die niederländischen Behörden mit, dass unmittelbar links über dem Cockpit eine russische Buk-M1-Flugabwehrrakete explodierte, deren Splitter für den Absturz verantwortlich waren. Moskau bestreitet, dass die Rakete aus Russland stamme.

Mit der Schuldfrage befasst sich erstmals das Joint Investigation Team (JIT), das jetzt seine Ergebnisse präsentierte. Rund 100 Personen seien identifiziert worden, die mit dem Absturz in Verbindung stehen könnten. Die Einsetzung eines UNO-Tribunals war im Sommer 2015 am Veto Russlands im Weltsicherheitsrat gescheitert.