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Washington: Russische Bombardements verschaffen Extremisten Zulauf

Die USA wollen die diplomatische Zusammenarbeit mit Moskau zwar nicht beenden, verschärfen aber den Ton wegen der russischen Luftangriffe auf Aleppo.

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Die USA wollen die diplomatische Zusammenarbeit mit Moskau zwar nicht beenden, verschärfen aber den Ton wegen der russischen Luftangriffe auf Aleppo. Der Sprecher des Außenministeriums, Mark Toner, warf Moskau vor die Rebellen den Extremisten in die Arme zu treiben. Er sagte: “Die moderate Opposition ist unter Druck vom Regime, und zwar so stark, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen werden, sich Al Nusra und anderen anzuschließen. Eine Situation, die ohnehin schon verwirrend genug ist, eskaliert weiter.”

In den vergangenen Tagen hatten die Rebellengebiete Aleppos die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren erlebt. In Nordosten der Stadt toben heftigen Kämpfen, nachdem die Armee und ihre Verbündeten dort einen neuen Angriff begonnen haben.

Am Freitag starben bei erneuten Luftangriffen auf Aleppo mindestens zwölf Menschen. Kampfflugzeuge griffen ein Rebellengebiet im Nordosten der Stadt an, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, da Vermisste unter Trümmern lägen.