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Kampf um Mossul: Giftige Schwefelgaswolken und viele Gerüchte


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Kampf um Mossul: Giftige Schwefelgaswolken und viele Gerüchte

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Bei ihrer Offensive gegen die IS-Miliz gewinnt die irakische Armee weiter an Boden. Nach eigenen Angaben steht sie fünf Kilometer vor Mossul.

Die irakische Armee ist bei ihrer Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat weiter in Richtung Mossul vorgerückt. IS-Kämpfer haben auf ihrem Rückzug eine Schwefelfabrik angezündet. Die giftigen Gase lösten bei rund 1000 Einwohnern in der Umgebung Atemprobleme aus. Zwei Menschen starben. Mittlerweile konnte das Feuer gelöscht werden. Das meldete ein irakischer Fernsehsender.

Viele Menschen mussten in einem örtlichen Krankenhaus behandelt werden. Ein Arzt berichtet: “Wir haben mehrere Fälle von Atemnot, ausgelöst durch den großen Brand in dem Schwefelunternehmen in der Nähe von Kajjara. Betroffen sind vor allem ältere Frauen und Männer, sowie Kinder, insbesondere jene, die Asthma oder Bronchitis haben.”

Nach Angaben der irakischen Armee sind seit Beginn der Offensive am Montag rund 50 Dörfer vom IS zurückerobert worden. In Mossul sollen sich bis zu 6000 IS-Kämpfer verschanzt halten. Die Stadt steht seit mehr als zwei Jahren unter der Kontrolle der Extremisten. Viele Menschen sind geflohen, doch Schätzungen zufolge befinden sich noch immer rund eine Million Zivilisten in der Stadt.

IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi soll Mossul vor drei Tagen besucht haben, um die Kämpfer anzuspornen. Ob er sich noch immer dort befindet ist allerdings unklar.

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