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Hongkong: Prozess gegen britischen Banker wegen grausamer Morde an Frauen beginnt


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Hongkong: Prozess gegen britischen Banker wegen grausamer Morde an Frauen beginnt

Die Vorwarnung an die Jury-Mitglieder war wohl nötig: Wer sich den extrem brutalen Videobildern der Beweisführung nicht gewachsen fühle, nehme besser nicht Teil, so Richter Michael Stuart-Moore am Montag in Hongkong. Die Videos hatte der Angeklagte selbst angefertigt.

Der ehemalige britische Banker Rurik Jutting steht wegen der grausamen Tötung zweier indonesischer Frauen im Jahr 2014 vor Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Opfer waren mehrere Tage lang gefoltert worden.

Die Polizei fand die Leichen der beiden 23 und 26-Jährigen in der Wohnung des Angeklagten, zusammen mit Kokain und Folterwerkzeugen. Der ehemalige Mitarbeiter der Bank of America hatte die Beamten nach dem zweiten Mord selbst gerufen. Auf den Videoaufzeichnungen mit seinem Smartphone zeichnete Jutting aber auch seine Überlegungen auf, nach Großbritannien zu fliegen.

Jutting bekannte sich am ersten Verhandlungstag nicht des Mordes, sondern des Totschlags und der Verhinderung einer rechtmäßigen Bestattung für schuldig. Sein Verteidiger plädierte auf eingeschränkte Schuldfähigkeit aufgrund einer Persönlichkeitsstörung. Die Staatsanwaltschaft wiederum erklärte, psychopathisches Verhalten reduziere die Schuldfähigkeit nicht.

Strittig ist zwischen beiden Seiten also nur der Umfang der Schuld und die daraus resultierende Strafe. Eine Schuldspruch wegen Mordes bedeutet zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe, während die Strafe wegen Totschlags auch geringfügiger ausfallen kann.

Am Dienstag sollen die Geschworenen die Videobeweise im Verhandlungsaal sichten. Die Publikum wird die Bilder nicht sehen, den Ton aber hören können.

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