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Zika: WHO hebt globalen Gesundheitsnotstand auf


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Zika: WHO hebt globalen Gesundheitsnotstand auf

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den wegen der Zika-Epidemie ausgerufenen globalen Gesundheitsnotstand aufgehoben. Die Ausbreitung des durch Mücken übertragenen Virus auf mehr als 30 Länder sei allerdings weiterhin ein schwerwiegendes Problem, erklärte die WHO. Die Bekämpfung erfordere uneingeschränkte internationale Anstrengungen.

Schließlich “verschwinde” das Virus nicht

Eine vom WHO-Notfallkommitee eingesetzte Expertengruppe hatte die Aufhebung des seit neun Monaten geltenden Gesundheitsnotstands empfohlen. Eine ganze Reihe von Fragen im Zusammenhang mit Zika sei aber noch weitgehend ungeklärt, erklärte Dr. Peter Salama, Abteilungsleiter des WHO-Notfallprogramms:

“Wir haben es hier mit Langzeitproblemen zu tun, zum Beispiel neurologische Komplikationen bei Kindern und Erwachsenen. Es geht auch um Familienplanung, Erbschäden und Gesundheitssyteme im Allgemeinen. Wir sprechen von einer umfassenden Forschungs- und Entwicklungsagenda, die auf mehrere Jahre angelegt ist.”

Auch wenn sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt habe, dürften die Gefahren nicht unterschätzt werden, erklärte Salama. Die weiterere intensive Erforschung des Virus sei daher unbedingt erforderlich.

Zu den offenen Fragen gehören die konkreten Auslöser für Schädelmissbildungen bei Embryos. Allein in Brasilien gibt es nach offiziellen Angaben bislang mehr als 2000 Fälle von Mikroenzephalie. Die Symptome der normalerweise glimpflich verlaufenden Zika-Erkrankung ähneln denen eines grippalen Infekts.

Die WHO empfiehlt Rückkehrern aus Zika-Gebieten, mindestens sechs Monate lang geschützten Sex zu praktizieren oder Abstinenz zu üben. Der Erreger kann laut WHO auch längere Zeit nach einer überstandenen Infektion durch Sperma übertragen werden.

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