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Staatsanwaltschaft verstärkt Druck auf Südkoreas Präsidentin Park

Sie wird im Korruptionsskandal um eine langjährige Vertraute der "Mithilfe" beschuldigt.

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Staatsanwaltschaft verstärkt Druck auf Südkoreas Präsidentin Park

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Der Druck auf Südkoreas Präsidentin wächst: Die Staatsanwaltschaft hat im Korruptionsskandal um eine enge Freundin schwere Vorwürfe auch gegen Park Geun Hye erhoben. Die Ermittler
verdächtigen sie in einem Zwischenbericht zu dem Skandal, sich als Komplizin ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil der Mithilfe schuldig gemacht zu haben. Choi wurde wegen des Vorwurfs angeklagt, dank ihrer Beziehungen zu Park Spendengelder für private Stiftungen eingetrieben und sich daran persönlich bereichert zu haben. Konkret gehe es um Machtmissbrauch, Nötigung und versuchten Betrug.

Staatsanwalt Lee Young-Ryeoll sagte bei der Vorstellung des Zwischenberichts:_“Die Sonderermittler sind nach Sichtung aller Beweismittel zu dem Schluss gekommen, dass Präsidentin Park bei einem erheblichen Teil der kriminellen Aktivitäten mit den drei Verdächtigen Choi Soon Sil, An Chong Bum und Jung Ho Sung zusammengearbeitet hat.” Jetzt würden weitere Ermittlungen gegen Park folgen.

Park, die als Präsidentin Immunität genießt, hatte sich zweimal öffentlich für die Affäre entschuldigt und sich bereit erklärt, sich den Fragen der Staatsanwaltschaft zu stellen.

Am Samstag waren wie an den schon an den vergangenen drei Wochenenden Hunderttausende Südkoreaner in der Hauptstadt Seoul auf die Straße gegangen, um Park zum Rücktritt aufzufordern.

Vertreter der Opposition deuteten an, gegen Park ein Amtsenthebungsverfahren anzustreben, falls die Präsidentin nicht freiwillig zurücktrete.