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WTO: Boeing unrechtmäßig subventioniert

Die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf hat Finanzhilfen für die Boeing 777X als unrechtmäßige Subvention verurteilt.

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Die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf hat Finanzhilfen für die Boeing 777X als unrechtmäßige Subvention verurteilt. Der US-Steuerzahler unterstützt den Bau des zweistrahligen

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"«Die WTO-Schlacht ist eine Schlacht der Vergangenheit»"

Langstreckenflugzeugs laut Beschwerdeführerin EU mit 5,2 Milliarden Euro. Nach Ansicht der WTO verstoßen die Steuererleichterungen bei Herstellung und Verkauf der Boeing 777X gegen WTO-Bestimmungen.

Die staatliche Unterstützung für die Modelle 787 und 777X habe Airbus um Verkäufe im Wert von mindestens 90 Milliarden Euro gebracht, so Airbus-Verkehrsflugzeugchef Fabrice Brégier. Airbus-Chef Tom Enders rief zu einer einvernehmlichen Lösung auf. «Die WTO-Schlacht ist eine Schlacht der Vergangenheit, von der nur die Armee von Rechtsanwälten profitiert, die beide Seiten seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt.» Airbus und Boeing verklagen sich seit zwölf Jahren immer wieder gegenseitig bei der WTO – mit wechselnden Gewinnern und Verlierern.

Vor fast zwei Jahren hatte die EU bei der WTO Kritik am Unterstützungspaket für die 777X geäußert, eine überarbeitete Version von Boeings bestehendem 777-Langstreckenflugzeugs. Für das Modell sind mehr als 300 Bestellungen von Fluggesellschaften wie Emirates Airline und Deutsche Lufthansa AG eingegangen.

In Brüssel ist das neue WTO-Urteil zu Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing überschwänglich gefeiert worden. «Die heutige WTO-Entscheidung ist ein wichtiger Sieg für die EU und ihre Flugzeugindustrie», kommentierte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Man erwarte, dass die Vereinigten Staaten die unerlaubte Subventionierung von Boeing ohne Zeitverzögerung einstellten.

US-Vertreter nannten die EU-Schätzung aufgeblasen.

su mit Reuters, dpa