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DNA identisch: In Freiburg Verhafteter war in Griechenland im Gefängnis


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DNA identisch: In Freiburg Verhafteter war in Griechenland im Gefängnis

Der mutmaßliche Mörder der Medizinstudentin (19) in Freiburg ist seit Ende 2015 von der Polizei in Athen gesucht worden. Polizeisprecher Τheodoros Chronopoulos hat gegenüber euronews in Athen bestätigt, dass die DNA-Proben aus Griechenland und Freiburg identisch sind.

Euronews hat auch mit der ehemaligen Anwältin von Hussein K. G. gesprochen. Maria-Eleni Nikopoulou hat den Verdächtigen auf den Fotos aus Deutschland als ihren damaligen Mandaten wiedererkannt. Sie sagte, Hussein K. G. habe vor Gericht ausgesagt, er sei aus dem Iran, nicht aus Afghanistan. Und er habe erklärt, er habe die Verbrechen unter dem Einfluss von Alkohol begangen. Außerdem soll Hussein K. G. versprochen haben, seinem griechischen Opfer einen Brief zu schreiben, um sich zu entschuldigen. Doch das habe er – laut seiner ehemaligen Anwältin – nie getan.

Hussein K.G. – dessen genaues Alter bisher nicht genau geklärt ist – hatte im März 2013 eine Studentin auf Korfu angegriffen und von einer Klippe gestoßen. Die junge Frau überlebte den Angriff schwer verletzt. Im Februar 2014 verurteilte ihn ein Gericht auf Korfu zu 10 Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und Raubes. Da der junge Mann seinen Angaben nach noch keine 18 Jahre alt war, wurde er in einem Gefängnis für Teenager in Volos inhaftiert.

Durch eine Justizreform und Maßnahmen gegen überfüllte Gefängnisse der linken Syriza-Regierung kam der Verurteilte am 31. Oktober 2015 unter Auflagen frei. Er sollte sich alle zwei Wochen bei der Polizei melden. Als Adresse hatte Hussein K. G. die Acharnon Straße in Athen angegeben. Für ihn zuständig war die Polizei im Athener Stadtteil Agios Panteleimonasin, einem Viertel, in dem viele ausländische Bewohner und Anhänger der rechtsextremen Partei “Goldene Morgenröte” leben.

Da er sich nicht mehr bei der Polizei meldete, leiteten die griechischen Behörden am 31. Dezember 2015 die Fahndung nach Hussein K.G. ein.

2015 kam er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland – und wird jetzt für die Vergewaltigung und den Mord an Maria (19) verantwortlich gemacht wird. Deutsche Medien berichten aber auch von Tattoos, die sowohl der Verurteilte der Attacke in Griechenland als auch der Verdächtige in Freiburg am Oberkörper haben soll.

Seine griechische Anwältin hat seit 2014 keinen Kontakt mehr zu ihrem Mandanten.

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