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Vorsicht, Methan! Rekordemissionen gefährden Klimaziele


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Vorsicht, Methan! Rekordemissionen gefährden Klimaziele

Der rasante Anstieg von Methanemissionen gefährdet nach Einschätzung von Forschern den Kampf gegen den Klimawandel. Laut einer in der Fachzeitschrift “Environmental Research Letters” erschienenen Studie ist die Methankonzentration nach einem relativen Stillstand Anfang 2000 ab 2007 schlagartig angestiegen und war in den Jahren 2014 und 2015 besonders stark.

Der Klimakiller Methan hat unterschiedliche Quellen, 40 Prozent sind natürlichen Ursprungs, 60 Prozent vom Menschen gemacht, sprich Landwirtschaft , Mülldeponien und die Nutzung fossiler Energieträger.

Eindeutig erklären lässt sich der plötzliche Anstieg nicht, scheint jedoch mit landwirtschaftlichen Praktiken in Zusammenhang zu stehen. Was immerhin bedeutet, dass Maßnahmen zur Methanreduzierung möglich sind, beispielsweise in der kalifornischen Viehzucht. Landwirte werden dazu angehalten, das von Kühen erzeugte Methan in Strom umzuwandeln, die Nahrungsumstellung wird ebenfalls ins Auge gefasst.

Ryan McCarthy, California Air Resources Board: “Wir können die Methanemissionen senken, und tatsächlich die globale Klimaerwärmung bremsen. Es ist das zweitwichtigste Treibhausgas, weltweit, also ein wichtiger Faktor. Und es kommt zu starken Konzentrationen hier in der Viehzucht, auf Mülldeponien sowie bei der Erdöl- und Gasförderung.”

Methan ist ein noch viel stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid: Es hält 28-mal so viel Wärme fest und treibt so den Klimawandel schneller voran.

Angesichts des globalen Rückgangs der fossilen CO2-Emissionen in den letzten drei Jahren spielen nach Ansicht der Forscher die zunehmenden Methanemissionen eine immer größere Rolle im Klimaschutz und könnten die Einhaltung des im Pariser Klimaabkommens festgelegten Zwei-Grad-Limits in Frage stellen.

In einem Leitartikel im Fachjournal “Environmental Research Letters” haben die Autoren der Studie, ein 80-köpfiges Forscherteam unter französischer Leitung, dazu gemahnt, die steigende Methankonzentration ernst zu nehmen. Auch Klimamodelle sollten das Gas künftig stärker berücksichtigen als bisher.

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