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Staatstrauer in Russland nach Flugzeugabsturz mit 92 Toten

In Russland herrscht nach dem Absturz des Militärflugzeugs Staatstrauer. An Bord waren unter anderen Chorsänger und eine bekannte Ärztin.

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Staatstrauer in Russland nach Flugzeugabsturz mit 92 Toten

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In Russland herrscht nach dem Absturz des Militärflugzeugs mit 92 Menschen an Bord Staatstrauer. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen auf Halbmast.

Vor dem Gebäude des Alexandrow-Ensembles in Moskau legten Trauernde Blumen nieder. An Bord der Maschine befanden sich 65 Mitglieder des Chors, darunter auch Dirigent Waleri Chalilow. Das Ensemble – auch bekannt als Chor der Roten Armee – verlor durch das Unglück somit rund ein Drittel seiner Mitglieder.

“Meine Großväter haben in den 40er und 50er-Jahren in dem Ensemble gesungen”, erzählt einer der Trauernden. “Daher steht es mir sehr nahe. Eine schreckliche Tragödie. Man kann das nicht glauben.”

Unter den Getöteten ist auch die Leiterin einer russischen Hilfsorganisation. Die “Doktor Lisa” genannte Ärztin, Elisaweta Glinka, war in Russland für ihre wohltätige Arbeit bekannt. Eine Moskauerin erzählt: “Sie war interessiert, ein freundlicher und warmherziger Mensch. Sie hat vielen Leuten sehr geholfen. Russland hat viel verloren.” Glinka wollte wollte der Universitätsklinik im syrischen Latakia Medikamente überbringen.

Auch am Flughafen von Sotschi, wo die Maschine gestartet war, legten viele Menschen Blumen nieder.
Unter den Insassen der offenbar verunglückten Tupolew waren außerdem neun Journalisten, acht Mann Besatzung sowie mehrere Militärs und Beamte.