Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Lkw-Attentäter von Jerusalem soll IS-Miliz unterstützt haben


Israel

Lkw-Attentäter von Jerusalem soll IS-Miliz unterstützt haben

ALL VIEWS

Tap to find out

Ein Palästinenser ist in Jerusalem mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast und hat vier israelische Soldaten getötet. 13 weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Der Lkw-Fahrer war in eine Gruppe von Soldaten gefahren, die gerade während eines Ausflugs aus einem Bus gestiegen waren.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Avigdor Lieberman besuchten den Ort des Anschlags. Netanjahu sieht mögliche Parallelen zwischen dem Lkw-Anschlag und ähnlichen Lastwagen-Attacken in Berlin und Nizza:“Wir sind hier nach einem brutalen und tragischen Terroranschlag, bei dem vier Soldaten ermordet worden sind, drei Frauen und ein Mann. Wir kennen die Identität des Attentäters, der nach unseren Erkenntnissen die Miliz Islamischer Staat unterstützt hat. Die Armee hat einen Belagerungsring um das arabische Viertel Dschabel Mukaber gezogen, aus dem der Attentäter stammt.”

Keines der 13 verletzten Opfer schwebt mehr in Lebensgefahr. Einige von ihnen waren zunächst unter dem Lastwagen eingeklemmt und mussten mit einem Kran befreit werden. Augenzeugen berichteten, der Täter sei nach dem ersten Aufprall noch mehrmals vor- und zurückgefahren, um möglichst viele Opfer mit dem Lastwagen zu erfassen. Eytan Rund versuchte, den Mann hinterm Lenkrad durch Schüsse zu stoppen:_“Der Mann fuhr einfach weiter. Ich weiß nicht, ob ihn meine Schüsse aufgehalten haben. Aber er fuhr noch einige Meter weiter, nachdem ich auf ihn geschossen habe.”

Nach Medienberichten wurden mehrere Angehörige des Täters festgenommen. Er soll den Lastwagen Wochen vor der Tat gekauft haben. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas begrüßte die Attacke. Der UN-Nahostgesandte Nickolay Mladenov verurteilte die Tat und rief zu Besonnenheit und Deeskalation auf.

ALL VIEWS

Tap to find out

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Iran

Iran: Ex-Staatspräsident Rafsandschāni im Alter von 82 Jahren gestorben