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Wirtschaft legt einen Zahn zu, Schäuble macht Überschuss


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Wirtschaft legt einen Zahn zu, Schäuble macht Überschuss

Dank der Konsumlaune der Verbraucher, Milliardenausgaben für Flüchtlinge und des Baubooms ist die deutsche Wirtschaft 2016 um 1,9 Prozent gewachsen – der stärkste Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit 2011, so das Statistische Bundesamt.

Zwischendurch war das Wachstum (2012/2013) auf ein halbes Prozent abgetaucht. Für 2017 erwarten Fachleute deutlich weniger Expansion, die Bundesregierung rechnet mit 1,4, die Deutsche Bank mit 1,1 Prozent.

EXPORTRISIKO TRUMP

Ökonomen fürchten, dass ein Abschottungskurs Trumps den Freihandel behindern und so die Exportnation Deutschland belasten könnte. Firmen dürften sich mit Investitionen zurückhalten, wenn die Politik für Unsicherheit sorgt. “Die Trump-Euphorie sollte relativ bald verfliegen”, so NordLB-Analyst Stefan Grosse, Hannover. Dann werde auch “die ökonomische Realität wieder ohne die rosa Brille wahrgenommen”. Außerdem könnten Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland für Verwerfungen sorgen.

Verbraucher in Deutschland gaben im vergangenen Jahr 2,0 Prozent mehr aus als im Jahr davor. Der Staatskonsum legte 4,2 Prozent zu, da die öffentliche Hand erneut Milliarden aufwendete, um Flüchtlinge unterzubringen und zu integrieren.

Trotzdem machten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen insgesamt 19,2 Milliarden Euro Überschuss, so das Amt – das ist der dritte in Folge (nach 8,5 (2014) und 20,9 (2015) Milliarden Euro). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will mit seinem Teil Schulden abbauen. Etatüberschüsse und Wachstumsimpulse schließen sich nicht aus – so sein Signal an die Partner in der Welt.

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su mit dpa