Eilmeldung

Eilmeldung

Neue Runde der Syrien-Verhandlungen in Astana

In der kasachischen Hauptstadt Astana hat am Montag eine neue Runde der Syrien-Verhandlungen begonnen.

Sie lesen gerade:

Neue Runde der Syrien-Verhandlungen in Astana

Schriftgrösse Aa Aa

In der kasachischen Hauptstadt Astana hat eine neue Runde der Syrien-Verhandlungen begonnen. “Ich bin zuversichtlich, dass Astana die notwendigen Grundlagen für alle beteiligten Parteien schaffen wird, um eine passende Lösung für die syrische Krise zu finden”, sagte der kasachische Außenminister Kairat Abdrachmanow am Montag zur Eröffnung der Verhandlungen.

Meinung

Ich bin zuversichtlich, dass Astana die notwendigen Grundlagen für alle beteiligten Parteien schaffen wird, um eine passende Lösung für die syrische Krise zu finden

Kairat Abdrachmanow Außenminister, Kasachstan

Am Vorabend der Gespräche flogen Regierungstruppen Luftangriffe auf zwei syrische Städte in den Provinzen Homs und Hama. Ungeachtet der Waffenruhe wird vor allem in einigen Teilen Westsyriens weiter gekämpft. Regierung und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig, den Waffenstillstand nicht einzuhalten.




Inhaltlich soll es in Astana zunächst um die Stärkung der brüchigen Waffenruhe gehen. Vertreten sind die syrische Regierung, eine Delegation von Rebellengruppen, sowie Gastgeber Kasachstan und die Vermittler Russland, Türkei und Iran.

Die USA sind mit ihrem Botschafter in Kasachstan als Beobachter vertreten. Präsident Donald Trump schickte keine eigene Delegation.

Die Rebellen sind nicht zu direkten Zweier-Gesprächen mit der Regierung bereit. Die Regierung sieht in den meisten in Astana vertretenen Rebellengruppen “vom Ausland unterstützte Terroristen”. Sie ist aber bereit mit jenen Rebellengruppen, die die Waffen niederlegen, “Versöhnungsgespräche” zu führen.




Die in der Freien Syrischen Armee (FSA) zusammengeschlossenen Rebellengruppen lehnen dies ab. Sie wollen den Rücktritt von Staatspräsident Assad im Rahmen des UN-Übergangsprozesses.

Die neue Runde der Syrien-Verhandlungen ist für den 23. und 24. Januar in Astana und den 8. Februar in Genf angesetzt.

Mehr zum Thema

Deutschlandfunk: Syrien-Gespräche in Astana "Erst mal wäre es ein symbolischer Durchbruch" (Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, im Gespräch mit Christine Heuer)