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Trumps Sicherheitsberater Flynn zurückgetreten - Moskau vermutet "Russophobie"


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Trumps Sicherheitsberater Flynn zurückgetreten - Moskau vermutet "Russophobie"

Moskau vermutet russlandfeindliche Beweggründe hinter dem Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters des US-Präsidenten Donald Trump. Entweder Trump habe nicht die nötige Unabhängigkeit und werde in die Ecke gedängt, oder die neue Regierung sei “von Kopf bis Fuß” mit “Russophobie angesteckt”, so zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti den Chef des Kommittees für internationale Beziehungen im russischen Parlament, Konstantin Kosachew.

Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, war am späten Montagabend mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Auslöser sind Äußerungen Flynns über einen Abbau der Sanktionen gegen Russland in einem Telefonat mit einem russischen Diplomaten, das heikel ist, weil er es im Dezember noch vor Amtsantritt führte. Gegenüber Vizepräsident Mike Pence hatte Flynn bestritten, über Sanktionen gesprochen zu haben. In seinem Rücktrittsgesuch schrieb Flynn, er habe unabsichtlich die Unwahrheit gesagt. Der Präsident und der Vize-Präsident hätten seine Entschuldigung akzeptiert.

Zuvor hatte das Justizministerium das Weiße Haus gewarnt, Flynn habe sich wegen seiner Äußerungen und Falschaussagen gegenüber Pence möglicherweise erpressbar gemacht. Trump ließ daraufhin am Montag über einen Sprecher mitteilen, er werde die Situation überdenken.

Er berief den ehemaligen General Keith Kellogg als vorläufigen Nationalen Sicherheitsberater.

Als Kandidaten für die dauerhafte Nachfolge Flynns gelten zudem der ehemalige General und CIA-Direktor David Petraeus und der ehemalige stellvertretende Leiter des US-Zentralkommandos, Robert Harward.