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Erneuerbare Energien: Diese Länder machen am meisten Wind


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Erneuerbare Energien: Diese Länder machen am meisten Wind

In welchen Staaten der Europäischen Union ist 2016 am meisten Windkraftkapazität hinzugekommen? Die Antwort ist einfach: Deutschland war’s, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden. Ohnehin ist die Bundesrepublik europaweit mit großem Abstand der König der Windräder. “Mit ihren ambitionierten Ausbauzielen ist die Windenergiebranche tragende Säule der Energiewende”, heißt es seitens des deutschen Bundesverbandes WindEnergie.

Österreich liegt in der Rangliste 2016 an zwölfter Stelle, in Bezug auf die gesamte Windkraftkapazität auf dem 13. Platz. In dieser Liste ist ebenfalls Deutschland EU-weit führend. Laut dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Wien trägt Windkraft gemeinsam mit Solarthermie, Umweltwärme, Biogas, Geothermie und Photovoltaik 10,3 Prozent zum Gesamtaufkommen erneuerbarer Energien im Land bei. Wasserkraft (37,3 Prozent) und feste Biomasse (29,2 Prozent) sind hier am wichtigsten.

In Deutschland macht die Windenergie laut Bundesregierung über acht Prozent der gesamten Stromversorgung aus. Im Rahmen der erneuerbaren Energien steht sie bundesweit mit 34,8 Prozent (Stand: 2014) an erster Stelle.

Immer wieder wird über die Umweltauswirkungen von Windkrafträdern diskutiert, insbesondere in Bezug auf die Tierwelt. Für eine Studie des in Bergenhusen (im norddeutschen Kreis Schleswig-Flensburg) ansässigen Michael-Otto-Instituts im Naturschutzbund Deutschland wurden 45 Untersuchungen in Betracht gezogen: Eine der Erkenntnisse ist, dass “Störung und Kollisionsgefahr von Vögeln und Fledermäusen” weniger mit der Größe der Anlage, sondern vielmehr mit dem Standort zusammenhängen. Deshalb spricht sich das Institut dafür aus, Windkraftanlagen weder in Wäldern noch an Gewässern aufzustellen, weil es hier zu den meisten Unfällen mit Tieren komme.

Doch mögliche Auswirkungen auf die Flora sind nicht die einzigen Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Nach Angaben der deutschen Bundesregierung ist etwa die Installation von Windkraftanlagen auf dem Meer “ technisch sehr aufwendig und kostenintensiv. Zum anderen muss sie den Belangen von Natur und Schifffahrt gerecht werden”. Dennoch sollen Anlagen auf See dem Willen der deutschen Bundesregierung zufolge einen großen Anteil an der Gesamtenergiegewinnung haben: Bis 2030 sollen auf diese Weise circa 15.000 Megawatt ins Stromnetz gelangen.

Wie steht es um andere Energieformen? Laut Eurostat machte Kernenergie 2014 EU-weit 27,5 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus. Hier führte erneuerbare Energie (28,2 Prozent) vor eben Kernenergie, Kohle (24,9 Prozent) und Erdgas (15,6 Prozent).

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