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Ukrainer erinnern an Opfer der Maidan-Proteste


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Ukrainer erinnern an Opfer der Maidan-Proteste

In der Ukraine wird an die Massenproteste vor drei Jahren erinnert. Damals demonstrierten auf dem Unabhängigkeitsplatz mindestens 100.000 Menschen gegen die Abwendung der Regierung vom proeuropäischen Kurs. Später radikalisierten sich die Proteste und es gab Tote.

Für viele Kiewer sind die Erinnerungen an die Ereignisse auf dem Maidan mit starken Emotionen verbunden.
“Ich will nicht, dass vergessen wird, wie das ablief, wie sich die Leute erhoben haben, wie sie etwas ändern wollten”, sagt die Kiewerin Darina Kulchytska. “Sie waren bereit, für unsere Zukunft alles aufzugeben, auch ihr Leben.” Ein anderer Demonstrationsteilnehmer, Ihor Kulchytsky erklärt: “Der Kampf für Gerechtigkeit geht dauert immer noch an. Ich bin sehr stolz, dass die Maidan-Bewegung nicht aufgegeben hat und dass der Kampf weitergeht, man kann das hören. Wir kämpfen und wir werden gewinnen.”

Das Kiewer Viertel rund um den Maidan wurde zum Sinnbild des Wandels der Ukraine weg von Russland und hin zu Europa. Verglichen mit früher hätten sich die Menschen verändert, meint der Soldat Yury Myhalevych. “Die Leute haben gespürt, dass sie in ihrem Land etwas bewegen können. Aber leider hat sich in den letzten drei Jahren nicht genug geändert.”

In der ukrainischen Hauptstadt hatte es ab Dezember 2013 Massendemonstrationen gegen die Politik des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch gegeben. Ab dem 18. Februar 2014 eskalierte die Gewalt, mindestens 100 Menschen wurden getötet.

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