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Auftakt zum Superwahljahr in Europa: Niederlande wählen neues Parlament


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Auftakt zum Superwahljahr in Europa: Niederlande wählen neues Parlament

13 Millionen Niederländer wählen heute ein neues Parlament. Die entscheidende Frage ist dabei: Wie schneiden die Rechtspopulisten ab? Nach letzten Umfragen verlor die anti-islamische Freiheitspartei von Geert Wilders zuletzt ein wenig an Zustimmung und könnte mit ca. 13 bis 14 Prozent zweitstärkste Kraft im neuen Parlament werden. Doch eine Regierungsbeteiligung Wilders scheint unwahrscheinlich: Fast alle Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit dem Islam-Gegner aus.

“Unsere Zuspruch bei dem normalen holländischen Volk ist groß, das hat nichts mit Angst zu tun. Wenn das so wäre, lägen wir irgendwo bei 0,2% der Stimmen, aber wir bekommen viel mehr Stimmen. Die normalen Menschen, die sich unser Land und unsere nationale Souveränität zurückholen wollen, wählen heute hoffentlich alle”, so Geert Wilders.

Stärkste Partei dürfte die konservative Regierungspartei VVD vom amtierenden Ministerpräsidenten Mark Rutte werden, mit etwa 17 bis 20 Prozent. Allerdings lagen die Umfrageinstitute bei wichtigen Abstimmungen wie dem Brexit-Referendum im vergangenen Juni oder der
US-Präsidentenwahl im November wiederholt daneben.

“Populistische Politiker vergrößern Probleme, anstatt sie zu lösen. Das ist das Schlimme am Populismus: er stellt sich nicht den wirklichen Fragen des Volkes, sondern macht Probleme nur größer, statt sie zu lösen”, erklärt Rutte. Vor den Wahlen in Frankreich und auch Deutschland schaut ganz Europa vor allem auf das Abschneiden der Rechtspopulisten. Es wird befürchtet, dass ihr Erfolg anderen anti-europäischen Bewegungen und Parteien in der EU Auftrieb geben könnte.