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Frankreichs Präsidentschaftskandidatin Le Pen zu Gast bei Putin

Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat in Moskau Russlands Präsidenten Wladimir Putin getroffen.

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Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat in Moskau Russlands Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Es war nach Darstellung des Kremls das erste Treffen der Beiden.

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"Wir wollen aber keinesfalls die Ereignisse beeinflussen"

Wladimir Putin Präsident, Russland

Putin sagte, Le Pen verkörpere einen schnell wachsenden Teil der politischen Landschaft Europas. “Wir versuchen, mit Regierungen ebenso wie mit Oppositionsvertretern in Verbindung zu bleiben. Wir wollen aber keinesfalls die Ereignisse beeinflussen”, so Putin mit Blick auf die Wahlen in Frankreich.

Ein Kreml-Sprecher betonte, es sei nicht über Finanzhilfen für die Rechtspopulistin gesprochen worden. Die Partei von Le Pen, die Front National, hatte sich in der Vergangenheit Geld bei einer russischen Bank geliehen.

Le Pen gilt schon länger als Freundin der derzeitigen russischen Politik. Unter anderem verteidigte sie die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland.

“Ich habe bereits seit Langem dazu aufgerufen, dass Frankreich und Russland ihre kulturellen, wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen wieder aufnehmen, besonders jetzt, da wir uns einer großen Bedrohung durch den Terrorismus gegenüber sehen”, sagte Le Pen im Gespräch mit Putin.

Der Besuch Le Pens ist nicht außergewöhnlich. Im französischen Wahlkampf haben sich mehrere Kandidaten öffentlichkeitswirksam im Ausland präsentiert. Le Pens Konkurrent Emmanuel Macron war vergangene Woche bei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zu Gast.