Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Überraschung: Premierministerin May setzt auf Unterhausneuwahl


Großbritannien

Überraschung: Premierministerin May setzt auf Unterhausneuwahl

Die Entscheidung der britischen Premierministerin Theresa May, für den 8. Juni vorgezogene Neuwahlen anzustreben, hat Überraschung ausgelöst. Das Unterhaus stimmt am Mittwochnachmittag über seine vorzeitige Auflösung ab. Zwei Drittel der Abgeordneten müssen der Selbstauflösung zustimmen.

Labour-Chef Jeremy Corbyn deutete an, dass seine Partei für die vorgezogene Neuwahl stimmen wird.

May hatte ihre Entscheidung damit begründet, dass das Unterhaus uneins über den geplanten EU-Austritt sei. Nur eine Neuwahl garantiere die erforderliche Stabilität vor dem Brexit.

In einer Blitzumfrage von Sky Data begrüßten 68 % der
befragten Briten die Neuwahl.

In London werten viele die vorgezogene Neuwahl als einen cleveren Schachzug.

“Das hat absolut Sinn, wenn man 21 Prozent Vorsprung in den Umfragen hat. Dann nützt man die Chance und schaut nicht zu, wie man bei einer 12-Sitze-Mehrheit den Haushalt aufs Eis legen muss”, meint der Londoner Stimmbürger Bruno Paulson.





“Ich denke, das ist ein guter Schachzug. Es geht jetzt um den Brexit und ob er vom Parlament autorisiert werden sollte. Denn nun kann das Land erneut sprechen”, findet Andy Bottom.

Aber die Londoner befürchten auch, dass der Wahlkampf das Land noch mehr spalten wird.

“Ich glaube sie macht das extra, weil die Opposition schwach ist und es keine glaubwürdige Alternative gibt. Das sind schlechte Nachrichten für das Land”, kommentiert Bob Gilbert.

“Das bringt das Land nicht zusammen, das eint Mays Regierung. Aber ich glaube nicht, das bringt dem Land etwas, wenn ich ehrlich bin. Das spaltet uns nur noch mehr, aber wir werden sehen”, meint Paul Bolger.

In den jüngsten Meinungsumfragen liegen Mays Konservative weit vor der oppositionellen Labour-Partei. Dass es nach der Wahl noch einen Rückzieher vom Brexit geben könnte, gilt als so gut wie ausgeschlossen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Frankreich

Anschlag geplant: Französische Polizei nimmt Terrorverdächtige fest