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Mazedonien wittert Morgenluft in Brüssel


Redaktion Brüssel

Mazedonien wittert Morgenluft in Brüssel

Nachdem zu Beginn des Monats eine schwere politische Krise überwunden und eine neue Regierung gebildet werden konnte, hat der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev am Montag seinen Antrittsbesuch in Brüssel abgestattet.

Der Sozialdemokrat, in dessen Regierungskoalition auch die albanische Minderheit des Landes vertreten ist, bekannte sich zum lange gehegten Ziel des Balkanstaats.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte Zaev:

“Wir wollen die Republik Mazedonien so schnell wie möglich auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft der Europäischen Union nach vorne bringen.”

Mazedonien, das auch der NATO beitreten möchte, sieht sich weiter mit den Einwänden Griechenlands konfrontiert, das, wegen eines gleichnamigen Landesteils, auf der Landesbezeichnung “Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien” besteht.

Innenpolitisch hatte der Streit zwischen Anhängern der ehemaligen und der neuen Regierung zuletzt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen im Parlament geführt.

Nachdem Zaev mit EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn zusammengetroffen war, erklärte dieser:

“Ihr Land hat endlich eine lange und schwierige politische Krise überwunden. Aber es gibt keinen Grund zur Selbstgefälligkeit. Es gibt sehr viel zu tun, um die Nation zurück auf den euro-atlantischen Weg zu bringen.”

Hahn ließ durchblicken, dass er einen EU-Beitritt in der nächsten europäischen Legislaturperiode, also ab 2019, nicht für ausgeschlossen hält.

Redaktion Brüssel

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